Vorträge auf dem Weg des Vaters

Wenn ich in meinen Vorträgen die Gesetzmäßigkeiten der niederen Ebenen und der höheren Ebenen beschreibe, dann handelt es sich hierbei nicht um ein äußeres Wissen. Erkläre ich zum Beispiel die Struktur der 20 Archonten der Sphära, dann spreche ich die geistige Grundhaltung der Menschen im physischen Körper an. Durch die Erklärung der Chakren wird der irreführende Geist angesprochen, spreche ich von den 24 Unsichtbaren, dann werden in jedem Zuhörer die Urgesetze der Seele berührt oder spreche ich von den 5 Möglichkeiten der Inkarnation eines Sohnes Gottes, dann betrifft dies das Innerste der Seele selbst.

Der Wissensschatz auf dem Weg des Vaters beginnt mit den Vaterlosen im 1. Raum des unaussprechlichen Gottes, erklärt die Geburt als Mensch in den niederen Ebenen und endet in der höchsten Göttlichkeit eines Erben des Vaters im Himmel. Dieses gesamte Wissen um alle diese Ordnungen befindet sich als Wirklichkeit im Menschen. Durch einen Vortrag erfährt der Zuhörer das Wissen um die jeweilige Ordnung und gleichzeitig wird er dort berührt. Was zuvor als unbekannte Realität im Menschen verborgen war, kommt an die Oberfläche und wird dem Zuhörer plötzlich bewusst.

In den Vorträgen enthülle ich die Mysterien auf dem Weg des göttlichen Vaters. Ein Mysterium ist ein geistiger, einem Menschen noch unbekannter Ort im eigenen Inneren und in der Unendlichkeit der niederen oder höheren Ebenen. Man kann sich ein Mysterium als Möglichkeit vorstellen. Erfährt ein Mensch ein Mysterium, dann öffnet sich diese Möglichkeit und wird zur Realität. In dieser Weise ist jeder Vortrag eine Erweiterung des Wissens und gleichzeitig eine Erweiterung des eigenen Seins.

Weisheit auf dem Weg des Vaters wird erst dann möglich, wenn jemand die göttliche Geburt verwirklicht hat und aus der Instanz des Himmels das Leben der Menschen in seiner wahren Bedeutung erkennt. Eine weise Betrachtung eines Lebensbereiches auf der Erde aus der Instanz des Himmels bewirkt, dass dieser Mensch das physische Leben, wie es von der Menschheit gelebt wird, aus einer völlig anderen Sichtweise erkennt. Die Weisheit des Himmels fördert im Menschen eine tiefe innere Veränderung in der Einschätzung des Lebens.

Immer wieder erfahren die Zuhörer während eines Vortrags eine tiefe innere Erschütterung. Man kann dies, beschreibt man es bildhaft, wie ein Einrasten in einer höheren Wahrheit erklären. Die zuvor angenommene Wahrheit und die plötzlich erfahrene Wahrheit stimmen nicht überein. Meistens hallen diese Erschütterungen für längere Zeit nach.

Wer ein höheres Wissen erkannt oder ein Mysterium erfahren hat, hat nun die Aufgabe, damit umzugehen. Die Art und Weise des Denkens über das Menschsein und das Leben als Mensch wird verändert. Diese inneren Prozesse der Veränderung erlebt der Zuhörer zu Hause. Jeder Vortrag ist eine Orientierung auf dem Weg des Vaters.

Den Weg gehen muss jeder für sich selbst. Es ist nicht meine Aufgabe, einen Menschen im Sinne eines spirituellen Meisters oder Lehrers zu begleiten. Manchem Zuhörer mag es vielleicht scheinen, dass, geht man den Weg allein, ein Fortschritt wesentlich mühsamer ist. Dies trifft nur oberflächlich betrachtet zu. Wer den Weg geht und sich das Wissen als Erfahrung selbst erarbeitet, braucht vielleicht länger Zeit. Die Erfahrung eines Mysteriums ist jedoch viel nachdrücklicher. Dann weiß man es wirklich.

Jeder Mensch auf dem Weg des Vaters hat seine eigene Geschwindigkeit. Das Wissen auf dem Weg des Vaters muss in einer gewissen Weise verdaut werden. Man kann nicht sagen, dass eine große Willenskraft, eine hohe Intelligenz oder die Fähigkeit der geistigen Wahrnehmung und des geistigen Fühlens vorteilhafter auf dem Weg sind. Letztendlich ist für jeden Menschen die Wegstrecke in den Himmel gleich lang.