Vorbereitende Übungen für den Weg des Vaters – 5

Übung des Wachseins

Wachsein ist eine Eigenschaft der höheren Luft. Die höhere Luft ist nicht identisch mit dem niederen Element Luft, welches die Eigenschaften Wärme und Feuchtigkeit besitzt.

Man kann das Wachsein als einen permanenten Zustand des Lichts der höheren Ebenen beschreiben. Man darf dieses Wachsein jedoch nicht mit einem Erwachen des Geistes verwechseln. Das ist etwas völlig anderes. Wachsein ist durch das Licht der höheren Ebenen ein Zustand der Seele, welcher den höheren Ebenen entspricht. Deshalb ist es möglich, über einen Archon zu meditieren und sich durch das Wachsein von ihm zu befreien. Die Archonten gehören den niederen Ebenen an und das Wachsein den höheren Ebenen. Der Übende nimmt dadurch eine hierarchisch höhere Position ein. Das Wachsein entwickelt sich schrittweise gleichzeitig mit den vorbereitenden Übungen für den Weg des Vaters und später während der Meditationen auf dem Weg des Vaters. Man kann diese Übung immer wieder während des Alltags wiederholen.

Die Übung des Wachseins besteht darin, dass man sich aufrecht hinstellt und sich in einem Moment befiehlt: „Ich bin wach!“ Diese Aufforderung muss unmissverständlich und klar sein. Dieses Wachsein darf man nicht nur denken. Man muss es empfinden! Jede Zelle im Körper muss von dieser Erschütterung der Empfindung des Wachseins in diesem Moment durchdrungen werden. Wer diesen Zustand in sich hervorruft wird bemerken, wie er sich noch einige Momente zuvor in einem Zustand des Schlafens befunden hat. Durch das Wachsein hat man sich herauskatapultiert aus diesem träumerischen Zustand in eins mit der grobstofflichen Wirklichkeit. Man muss sich zusammennehmen und aus ganzem Herzen dieses Wachsein empfinden wollen.

In Bezug auf das Wachsein muss man zusätzlich folgendes wissen: das Wachsein gleicht einer feinen Kraft, welche die Seele bis in das Innerste durchdringt. Es bewirkt, dass verborgene und unbewusste negative Eigenschaften in der Seele schrittweise an die Oberfläche kommen. Dies geschieht langsam, jedoch unaufhörlich. Deshalb ist es notwendig, praktiziert man diese Übung des Wachseins, dass man sich selbst beobachtet und entschlossen ist, nur positive Eigenschaften in sich zuzulassen. Es braucht eine permanente Aufmerksamkeit. Um welche negativen Substanzen es sich hierbei wirklich handelt, wird der Übende erst auf dem Weg des Vaters erkennen können, wenn er über die Archonten meditiert. Man darf nicht meinen, dass man allein durch das Wachsein einen höheren Zustand erlangen kann. Es ist eine vorbereitende Übung für den Weg des Vaters und als solche muss man sie auch definieren.