Nach der göttlichen Geburt

Die göttliche Geburt ist ein Ereignis der Gottwerdung der Seele durch den göttlichen Vater. In diesem Moment sind die Seele und der göttliche Vater eins. Es ist dies die Geburt des göttlichen Vaters in der Seele des Menschen. Man ist versucht, dieses Geschehen als Einweihung oder Initiation zu beschreiben. Das ist jedoch nicht richtig. Mit der göttlichen Geburt wird aus der menschlichen Seele die Seele eines Sohnes Gottes. Diese Seele ist nicht von dieser Welt, was bedeutet, dass die Heimat dieser Seele nicht mehr die kosmische Bewusstseinsebene ist, wie dies für die menschliche Seele gilt, sondern die höheren Ebenen. Gleichzeitig mit dieser 2. Geburt erhält derjenige einen neuen Namen. Es ist die Aufgabe, sich diesen Namen selbst zu wählen, wobei diese geistige Kraft, welche den Menschen dazu auffordert, den Namen zu wählen, einen Vorschlag geben kann. Die göttliche Geburt ist auch nicht das Erwachen des Geistes oder eine Form höchster Erleuchtung. Diese Geschehnisse geschehen innerhalb der niederen Ebenen und sind etwas völlig anderes. Das Ereignis der göttlichen Geburt ist unzweideutig und wird von Menschen in einer unterschiedlich intensiven Weise erfahren. Das hat unter anderem damit zu tun, ob dieser Mensch in einem vorherigen Leben die göttliche Geburt schon erfahren hat.

Nach der 2. Geburt beginnt für diesen Erben des Vaters eine Zeit der intensiven Auseinandersetzung mit der Dunkelheit. Dieses bei der göttlichen Geburt erfahrene Sein tritt für einige Zeit in den Hintergrund. In diesem Menschen herrscht eine Art unbewusster Panik, da alle Kräfte aller niederen Ebenen, dies gilt auch für den unsichtbaren Gott und die Kraft des unsichtbaren Gottes, tief erschüttert werden.

Die Kräfte der niederen Ebenen kennen die göttliche Seele nicht. Sie wissen jedoch, dass sich ihr Einfluss auf den Menschen von einem Moment auf den anderen Moment verändert hat.

In dieser Zeit ist es wichtig, dass man ruhig weiter meditiert. Während der Konfrontation mit der Dunkelheit ist es wichtig, innerlich nüchtern zu sein. Auch wenn man in dieser Zeit nicht viel ausrichten kann, so ist es wichtig, ruhig zu bleiben. Irgendwann können die Kräfte und Mächte der niederen Ebenen nicht mehr verhindern, dass die göttliche Seele im Menschen zum Vorschein tritt. In dieser Zeit muss man ohne Hintergedanken und Erwartungen die Meditationen so gut es möglich ist praktizieren. Diese Nüchternheit ist auch deshalb notwendig, weil mancher vielleicht in Versuchung kommen kann, sich selbst durch die Kraft der Imagination etwas vorzustellen, was jedoch nicht der Wahrheit entspricht. Es ist gut, sich in dieser Zeit innerlich an die göttliche Mutter und den göttlichen Vater zu wenden. Sie helfen dem zum 2. Mal Geborenen.