Die Verbreitung des Wissens und der Weisheit

Es gibt für einen Erben des Vaters ein grundlegendes Gesetz der persönlichen Weiterentwicklung. Es geht darum, dass es die Aufgabe eines jeden Erben des Vaters ist, sein Wissen und seine Weisheit anderen Menschen weiterzugeben. Ab einer gewissen Stufe gehört dies mit zum Weg.

Man kann es sich so vorstellen, dass der Sohn Gottes das Licht des Himmels durch sein Erzählen auf die Erde bringt und dadurch den Menschen dient. Durch dieses Dienen in Verbindung mit dem göttlichen Vater kommt der Sohn Gottes in die Lage, sich nicht über die Individualität der Menschen in Verbindung mit der Ebene derer der Linken auszudrücken. Diese Individualität ist das niedere Ego und bewirkt eine Trennung zwischen einem Menschen und seinen Mitmenschen. Indem ein Erbe des Vaters den Menschen dient, mehrt er gleichzeitig in sich selbst das Licht des Himmels. Den Menschen im Sinne des göttlichen Vaters zu dienen bedeutet für einen Sohn Gottes, sich dem Einfluss des göttlichen Vaters hinzugeben. Würde er eine den Menschen übliche Form der Machtposition einnehmen, dann würde er sich nicht entwickeln können.

Für einen Sohn Gottes ist es wichtig, zu sich selbst zu stehen. Das ist vor allem am Beginn nicht einfach. Die Menschen haben seit vielen Jahrhunderten vergessen, dass ein Sohn Gottes zu werden die Aufgabe eines jeden Menschen ist.

Vor allem muss man wissen, dass sich der göttliche Vater in Gestalt des unaussprechlichen Gottes durch den Menschen und durch den Sohn Gottes selbst erkennt. Die Selbsterkenntnis eines Menschen oder eines Sohnes Gottes auf dem Weg des Vaters ist die Selbsterkenntnis des unaussprechlichen Gottes. In Gestalt des unnahbaren Gottes hat der göttliche Vater diese Gestalt angenommen, die er wahrhaftig ist.

Befolgt der Sohn Gottes diese Gesetzmäßigkeit nicht, dann verhindert er seine persönliche Weiterentwicklung. Je nachdem, welches Wissen und welche Weisheit ein Sohn Gottes besitzt, kann sich dies unterschiedlich ausdrücken. Vielleicht geht es um einfache Weisheiten auf dem Weg des Vaters oder vielleicht geht es um einen großen Wissensschatz. Für jeden Sohn Gottes ist es vorgesehen, dass er seinen dementsprechenden Platz einnimmt. Ob dieser Mann oder diese Frau die Weisheiten und das Wissen mit einem Menschen, einer kleinen oder einer größeren Gruppe teilt, zeigt sich im Laufe der Zeit. Das Wissen und die Weisheit weiterzugeben ist für jeden Erben des Vaters ein notwendiger Teil seines Weges. Das Höhere dient dem Niederen und dies bewirkt, dass sich das Niedere in Richtung des Höheren entwickeln kann.

In diesem Zusammenhang möchte ich das oftmals erwähnte Gesetz des Schweigens erwähnen. Es bestimmt, dass man über Vorhaben schweigen soll, da man ihm ansonsten die notwendige Kraft entzieht. Würde man darüber sprechen und sein Vorhaben mit anderen Menschen teilen, dann käme es zu einer Teilung und Verminderung der Kraft. Dieses Gesetz gilt in Verbindung mit dem niederen Ego in der Sphära. Wer über seine individuelle Machtposition etwas aufbaut, erschafft ein individuelles Wesen, auch ein Unternehmen ist ein geistiges Wesen, innerhalb der Dualität. Er ist der Schöpfer und seine Schöpfung ist von der Kraft von ihm als Schöpfer abhängig. Als Schöpfer innerhalb der Sphära agiert der Mensch jedoch getrennt vom göttlichen Vater.

Dieses Gesetz gilt nicht für einen Sohn Gottes. Es beschreibt das Gegenteil dessen, wie ein Sohn Gottes in der Sphära agieren soll. Ein Sohn Gottes spricht über den göttlichen Vater und den Wissensschatz auf dem Weg des Vaters und indem er darüber erzählt und als Erbe des Vaters lebt, nimmt er das Erbe, welches er von seinem göttlichen Vater bekommen hat, an. Die Aufgabe nach der göttlichen Geburt ist es, die Seele als Mensch in eine Geist-Seele als Sohn Gottes umzuwandeln. Für diese Umwandlung ist es notwendig, das Wissen und die Weisheit zu teilen.

Gleichzeitig zieht sich ein Sohn Gottes schrittweise von den niederen Ebenen in die höheren Ebenen zurück. Während er sich in dieser Weise entwickelt, hinterlässt er dieses Wissen und diese Weisheit, die er selbst erfahren hat. Dadurch entsteht eine gewisse Ordnung in der Vermittlung und im Rückzug. Es würde den Gesetzen widersprechen, wenn sich ein Sohn Gottes nach der göttlichen Geburt nicht mehr um die Menschen kümmert.

Das Gesetz der Verbreitung des Wissens und der Weisheit des Weges des Vaters gilt nur für den Erben des Vaters und nicht für die Menschen, die den Weg des Vaters gehen. Wer anderen Menschen grundsätzlich von der Existenz des Weges des Vaters erzählt, gibt den Menschen eine große Hilfe. Anderen Menschen das Wissen und die Weisheit zu vermitteln, ist jedoch nur einem Erben des Vaters erlaubt.

Man darf nicht annehmen, dass die göttliche Geburt als Sohn Gottes das Ende der Entwicklung bedeutet. Es ist ein neuer Anfang und es bedarf der inneren Bewegung. Man muss den Weg aktiv gehen und sich nicht blind führen lassen.