Die Umwandlung des 6. Chakras in das 6. der 7 Amen

Der Schlüssel des Wachseins des 6. Chakras setzt sich aus Eigenschaften des Planeten Jupiters als männliches Prinzip und dem Tierkreiszeichen Jungfrau als weibliches Prinzip zusammen. Denkt man sich diese Eigenschaften und vereinigt sie, dann entsteht die Substanz dieses Schlüssels des Wachseins. Um sich von dieser Eigenschaft des irreführenden Geistes lösen und befreien zu können, braucht es die Praxis des Wachseins. Dadurch ist es möglich die Eigenschaften des Mentalkörpers aus einer inneren Instanz erkennen zu können.

Die Eigenschaft des 6. Chakras ist die geistige Individualität des Menschen durch seine Identifizierung mit dem irreführenden Geist und seine Entwicklung in diesem Sinne.

Diese Identifizierung ist für die Menschen während des Lebens innerhalb der grobstofflichen Ebene völlig selbstverständlich. Man kann sagen, dass das Selbstverständnis der Menschen als individuelles Bewusstsein, welches in ihrer Einschätzung frei agieren kann, direkt mit dem 6. Chakra zusammenhängt. Durch diese Illusion der Freiheit verhindert der irreführende Geist eine tiefere Erkenntnis der Einbindung der Menschen in das System der Aeonen und Archonten.

Das 6. Chakra separiert den Menschen in seiner Wahrnehmung und in seinem Verständnis immer weiter von den Gesetzmäßigkeiten der niederen Ebenen. Das bedeutet, dass immer mehr Mächte und Kräfte der Dunkelheit, das bedeutet der Amente, des Chaos, des Weges der Mitte und der äußeren Dunkelheit auf den Menschen Einfluss nehmen können, ohne dass er dies als Einflussnahme bemerkt. Durch diese innere Isolierung in der Identifizierung mit dem mentalen Körper kann er keine Hilfe bekommen. Diese Hilfe würde die Illusion der Freiheit als individuelles Wesen innerhalb der Dualität infrage stellen.

Sehr viele Systeme der geistigen Entwicklung fördern oder bilden diese Individualität des irreführenden Geistes. Alle Eigenschaften des 1. bis zum 5. Chakra sind im 6. Chakra zusammengefasst. Der größte Irrtum des Menschen ist der Glaube, eine individuelle Machtposition innerhalb der niederen Ebenen aufbauen zu müssen, um sich geistig entwickeln zu können. Dieser Glaube der geistigen Entwicklung durch die Steigerung der Macht und Kraft wird vom irreführenden Geist gefördert.

Vor allem jedoch muss man wissen, dass, wie groß diese Macht auch immer ist, derjenige ähnlich einer Marionette im Sinne der Archonten agiert. Jede verstandesmäßige Entscheidung, diese Macht einzusetzen, wird von den Archonten und Aeonen eingegeben und jede Verwirklichung der Macht durch die Konzentrationsfähigkeit ist ein Handeln in eins mit den Archonten und Aeonen.

Wer in dieser individuellen Machtposition lebt, steht in dauernder Konfrontation mit den Gesetzmäßigkeiten der niederen Ebenen. Da die Erkenntnis dieser Gesetzmäßigkeiten nur oberflächlich ist, bleibt jeglicher Versuch der Einflussnahme erfolglos. Welche Macht, Stärke und Kraft ein Mensch in seiner individuellen Position in Verbindung mit dem Mentalkörper auch immer besitzt, ohne dem Licht der höheren Ebenen ist es ihm unmöglich, sich gegen die Kräfte und Mächte der niederen Ebenen durchzusetzen.

Nach dem Tod des physischen Körpers löst sich der irreführende Geist vom Menschen. Sämtliche Bemühungen der geistigen Entwicklung für die Steigerung der persönlichen Macht waren eine Irreführung. Derjenige hat sich im Gegenteil noch zwingender an die Archonten und Aeonen gebunden.

Für die Umwandlung des 6. Chakras in das 6. Amen braucht es das Wissen, dass die Göttlichkeit im Menschen nicht über die Ausbildung der individuellen Macht verwirklicht wird, sondern über die Annahme des Erbes des göttlichen Vaters. Diese Annahme beginnt mit der Selbsterkenntnis der Substanzen der Seele durch die Archonten der Astralebene.

Der Schlüssel des Wachseins für das 6. Amen bildet sich über die Vereinigung der Substanz des Schlüssels des Wachseins des 6. Chakras als männliches Prinzip mit der gleichen Substanz als weibliches Prinzip. Anschließend verbindet man die neu entstandene Substanz mit dem männlichen Prinzip und vereinigt sie mit dem Tierkreiszeichen Jungfrau als weibliches Prinzip.

Das 6. Amen bildet die Individualität des Sohnes Gottes als Erbe des Vaters. Die Vielfalt der Persönlichkeit der Erben des Vaters ist unendlich. Dies hängt unter anderem davon ab, welche Mysterien derjenige erfahren hat. Das grundsätzliche Bewusstsein eines Erben des Vaters ist identisch mit dem göttlichen Vater. Welche Teile des Erbes jemand durch seine Entwicklung annimmt, ist unterschiedlich.

Eine Öffnung des 6. Chakras bedeutet, dass derjenige gewisse geistige Fähigkeiten bekommt. Diese Fähigkeiten sind abhängig von seiner Konzentrationsfähigkeit und der Einbindung in das System der Archonten und Aeonen. Wer einen geistigen Weg in Verbindung mit der Ausbildung von Macht geht, wird sich mit dem Verlust der individuellen Macht wahrscheinlich schwertun. Dazu muss man jedoch wissen, dass man als Erbe des Vaters lernt zu handeln und zu wirken. Diese Art des seelisch-geistigen Wirkens ist etwas völlig anderes.