Die schrittweise Entwicklung auf dem Weg des Vaters

Der Weg des Vaters muss gut vorbereitet sein. Es ist für viele Menschen kaum begreiflich, dass es notwendig ist, das komplexe Wissen der Ordnungen der niederen Ebenen und der höheren Ebenen zu studieren und darum zu wissen. Wer auf seinem Weg nicht genau weiß, was zu tun ist und welche Meditationen in welcher Weise praktiziert werden müssen, wird sich verirren. Dieser Umstand ist für viele Menschen nur schwer zu akzeptieren. Zu sehr sind es die Menschen durch die religiöse oder esoterische Praxis gewöhnt, sich auf diese Gefühle zu stützen, die man subjektiv als positiv oder lichtvoll einschätzt. Alle seelischen Eigenschaften und alle geistigen Grundeigenschaften und Eigenschaften werden nicht nur beeinflusst, sondern über die Archonten und Aeonen definiert. Diese mystischen Gefühle, die der Mensch, der die höheren Ebenen nicht erfahren hat, als höhere oder göttlichen Gefühle in sich meint zu fühlen, sind allesamt Eingaben von den Archonten und Mächten und Kräften der niederen Ebenen. In Wahrheit gehören sie der Dunkelheit an. Einen Menschen davon zu überzeugen, dass diese intensiven Gefühle der Erhabenheit, der Geborgenheit, der Liebe und seelischen Heimat, welche durch die rituellen Praktiken der Religionen und esoterischen Lehren in den Menschen entstehen, der Dunkelheit angehören, ist kaum möglich. Um sich von diesen Substanzen der niederen Ebenen nicht mehr beeindrucken und schließlich beeinflussen zu lassen, braucht es die Eigenschaft der Nüchternheit.

Alle Mächte und Kräfte der grobstofflichen Ebene, der Astralebene, der Mentalebene und der kosmischen Bewusstseinsebene unterstehen einer definierbaren Ordnung. Jeder einzelne Archon wie auch jede existierende Macht und Kraft der niederen Ebenen agiert und reagiert über eine definierbare, denkbare und fühlbare Gesetzmäßigkeit. Ich nenne diese Gesetzmäßigkeit Schlüssel des Wachseins. Das bedeutet, dass, wer diese Gesetzmäßigkeit fühlt und sich im Wachsein darüber hebt, sich von dem jeweiligen Archon befreien kann. Weiß man nicht um den Schlüssel des Wachseins, dann ist es unmöglich, die Wirkungsweise eines Archons nachzuvollziehen. Das Wissen um den Schlüssel des Wachseins ermöglicht es dem Meditierenden, die innere Ursache des jeweiligen Archons zu greifen. Weiß man nicht um die gesetzmäßige Ursache, sondern versucht, sich über die Wirkungen, die man in sich erkennen mag, zu befreien, dann bleibt in der Seele die Bindung und der Einfluss des Archons bestehen. Das bedeutet, dass der, der negative seelische Eigenschaften in sich erkennt und sie versucht in positive Eigenschaften zu verändern, an der Oberfläche bleibt.

Eine große Schwierigkeit für den Meditierenden auf dem Weg des Vaters ist es, dass er schrittweise erkennen muss, dass er sich nicht mehr auf seine Gefühle verlassen kann. Die Unterscheidung, ob dieses Gefühl der Wahrheit für das Fortschreiten auf dem Weg entspricht, oder eine Beeinflussung eines Archons ist, ist für längere Zeit nicht möglich. Kaum etwas kann einen Menschen derart vom Weg abbringen, wie die feste Überzeugung ob der Wahrheit der eigenen Emotion oder des eigenen Gefühls. Wessen Seele aus den Substanzen der Archonten besteht und wer den Geist nicht als irreführenden Geist erkennt, fühlt im Sinne der Archonten und des irreführenden Geistes. Das ist ein Grund, warum es das Wissen um den Weg braucht. Es gleicht einer inneren Struktur, an welcher sich der Meditierende orientieren kann.

Diese Orientierung bringt den Meditierenden mit der Zeit in Verbindung mit einer Substanz der höheren Ebenen. Das bedeutet, dass derjenige das Licht des Himmels denkt und fühlt. Die Problematik hierbei ist, dass sich ein Mensch, der dieses höhere Licht nicht schon einmal gedacht und gefühlt hat, dieses Licht nicht vorstellen kann. Es ist außerhalb der Denkbarkeit des Geistes des Menschen.

Auch hier ist das Wissen um den Weg des Vaters eine notwendige Voraussetzung. Dadurch wird es dem Meditierenden möglich, sich schrittweise diesem Licht der höheren Ebenen zu nähern.

Gleichzeitig mit der 1. Erfahrung des höheren Lichts wächst die Unterscheidungskraft und die Nüchternheit des Meditierenden beginnt sich zu entwickeln. Derjenige lernt, sich nicht mehr an den seelisch-geistigen Gefühlen in Verbindung mit den niederen Ebenen zu orientieren, sondern bekommt durch das Licht der höheren Ebenen eine neue Achse der Orientierung.

Der Weg entwickelt sich von Wahrheit zu Wahrheit. Man darf niemals denken oder glauben, dass man nun die Wahrheit gefunden hat. Diese Achtsamkeit und Vorsicht sind auf dem Weg notwendig.

Wer das Licht der höheren Ebenen in sich erfährt, erlebt den 1. Teil der göttlichen Geburt. Dieser 1. Teil gleicht der Befruchtung der Seele durch das Licht des Himmels. Meditiert derjenige weiter im Sinne des Weges des Vaters, dann verwirklicht sich früher oder später der 2. Teil der göttlichen Geburt. Dies ist die 2. Geburt. Derjenige schließlich ist dazu bestimmt nach dem Tod des physischen Körpers in den Himmel zu gelangen.