Die Mentalebene

Die nächste höhere Ebene über der Astralebene ist die Mentalebene, die man auch die Ebene der 12 Aeonen nennt. Auch sie gehört den niederen Ebenen an und der Blick von der Mentalebene zurück zur Astralebene offenbart einem die Entfernung zwischen diesen beiden Ebenen, da man die Astralebene nur als kleinen weit entfernten Punkt wahrnehmen kann. Umgekehrt, blickt man von der Astralebene hinauf in die Mentalebene, erscheint einem die Ebene der 12 Aeonen im hellen Licht. In Wahrheit gehört auch die Ebene der 12 Aeonen den niederen Ebenen an.

Grundsätzlich definiert ein Aeon eine mögliche geistige Entwicklung. Der Aeon eines Archons birgt zum Beispiel die mögliche Entwicklung im Sinne dieses Archons. Definiert ein Archon gewisse geistige Fähigkeiten, dann befindet sich dieser Mensch, der diese Fähigkeiten anstrebt, im Aeon dieses Archons. Dies gilt für bestimmte Wesenheiten der niederen Ebenen und der höheren Ebenen. Ein Aeon des Himmels kann zum Beispiel die mögliche Entwicklung eines Erben des Vaters definieren.

Alle 12 Aeonen, welche die Mentalebene definieren, bilden gemeinsam ein Aeon der Menschheit. Dieser Aeon beinhaltet die geistige Entwicklung eines jeden Menschen innerhalb der niederen Ebenen. Man könnte diesen Aeon auch als Zeitalter beschreiben, wobei das Ende des Aeons nicht durch einen Zeitpunkt definiert wird. Der derzeitige Aeon der Menschheit ist dann zu Ende, wenn eine bestimmte Anzahl der Menschen diese Stufe der geistigen Entwicklung in sich verwirklicht hat, welche den 12 Aeonen entsprechen. Diese Entwicklung der Menschheit geschieht durch die Aeonen, unabhängig davon, ob dies die Menschen anstreben oder nicht. Ist das Ende des Aeons erreicht, dann beginnt ein neuer Aeon.

Die in der Sphära wirkenden Zeitalter der Tierkreiszeichen wie zum Beispiel das Fische- oder Wassermannzeitalter beschreiben zeitliche Kreisläufe. Im Unterschied zu einem Aeon beinhalten sie keine Entwicklung. Es sind dies Zeitalter im Rhythmus zwischen der möglichen Erkenntnis des Lichts des Himmels und der Verhinderung der Erkenntnis dieses Lichts. Seit der Sintflut leben die Menschen in Zeitaltern der Verhinderung der Erkenntnis des Lichts des Himmels. Die 12 astrologischen Häuser sind auf die Sphära begrenzte Aeonen.

Die 12 Aeonen definieren ausgehend von der Ebene der 12 Aeonen die Entwicklung der Mentalebene, der Astralebene und der Sphära. Immer bildet der 1. Aeon die Selbsteinschätzung des Menschen in der jeweiligen Ebene und der 12. Aeon die in dieser Ebene höchste mögliche Entwicklung. Der 1. Aeon ist in der Sphära analog neben Tierkreiszeichen Widder, in der Astralebene analog dem Tierkreiszeichen Löwe und in der Mentalebene analog dem Tierkreiszeichen Schütze. Die weiteren Aeonen haben als Grundlage immer die vorhergehenden Aeonen. Die 12 Aeonen in ihrer Wirkung innerhalb der Sphära sind, um einem eventuellen Missverständnis vorzubeugen, nicht die 12 astrologischen Häuser.

Der 1. bis zum 6. Aeon wird von einem Archon mit dem Namen Adamas beherrscht. Er wird auch als Sabaoth Adamas, der Tyrann, bezeichnet. Er herrscht über die Astralebene und über die Sphära. Von einem Paralemptes des Sabbaoth Adamas mit dem Namen Jaluham erhalten die Menschen vor der Geburt in der Sphära den Becher des Vergessens. Diese Prägung der Seele ermöglicht, dass die Archonten das Licht und die Kraft von den Menschen nehmen können. Dieser Sabaoth Adamas möchte mit seinen Archonten verhindern, dass die Menschen die göttliche Geburt in sich verwirklichen können.

Die göttliche Geburt bei sich oder einem anderen Menschen durch Beeinflussung oder Zwang verhindern und den göttlichen Vater aus sich vertreiben zu wollen, ist, beschreibt man es in einer religiösen Sprache, die größte Sünde, die ein Mensch begehen kann.

Über die anderen 6 Aeonen herrscht der Bruder des Adamas mit dem Namen Jabraoth. Im Unterschied zu Adamas glaubt Jabraoth an die Mysterien des Lichts, wobei er den Menschen nicht den Weg zur göttlichen Geburt lehren kann. Die Archonten des Jabraoth können den Menschen Wege der seelisch-geistigen Entwicklung lehren, welche innerhalb der niederen Ebenen enden. Diese Archonten sind zum Beispiel die Ursache der 22 ägyptischen Weisheitstafeln. Auch die 64 Hexagramme des I Ging sind Erscheinungen der Archonten des Jabraoth. Gleiches gilt für alle Formen der seelisch-geistigen Vervollkommnung der Menschen innerhalb der niederen Ebenen, welche nicht die göttliche Geburt anstreben. Es ist jedoch nicht möglich, mithilfe der Archonten des Jabraoth in den Himmel zu gelangen. Alle diese Wege enden in der Mentalebene.

Viele Menschen glauben, dass auch diese Wege in den Himmel führen. Das ist jedoch falsch. Es scheint, als ob die Menschen in Verbindung mit den Archonten des Jabraoth und die Menschen auf dem Weg des Vaters in die gleiche Richtung gehen. Auch das ist nicht richtig. Je mehr man die seelisch-geistigen Vorgaben der Archonten des Jabraoth erfüllt, desto größer ist die Bindung innerhalb der Mentalebene. In den Himmel gelangen kann einzig dieser Mann oder diese Frau, welche als Erbe des Vaters geboren wurden. Dies gilt auch für diese Menschen, die als Frau in einem männlichen Körper oder als Mann in einem weiblichen Körper leben. Die Sohnschaft Gottes hängt nicht mit dem Geschlecht zusammen.

Die Mentalebene ist der Ort der Götter, der Propheten und spirituellen Meister der Religionen. Entwickelt sich ein Mensch in der Sphära im Sinne der Archonten des Jabraoth, dann gelangt er nach dem Tod in die Mentalebene. Um einen Begriff zu bekommen, welche große Rolle die Menschen den 12 Aeonen für ihre seelisch-geistige Entwicklung geben, ist es eine Hilfe zu wissen, dass der Kausalkörper, der Buddhikörper oder auch der Atmankörper über die 12 Aeonen definiert werden. Versteht man die Mysterien der 12 Aeonen, dann versteht man die Mysterien der Religionen und Einweihungslehren.

Viele Menschen definieren die Mentalebene als höchsten möglichen Ort, den ein Mensch erreichen kann. Sie versuchen, sich im Sinne der 12 Aeonen zu entwickeln, um als Mensch Vollkommenheit zu erlangen. Je mehr sich die Menschen innerhalb der 12 Aeonen einfügen, desto größer ist die Illusion der göttlichen Vollkommenheit. Die Aufgabe besteht jedoch nicht darin, die Mysterien der 12 Aeonen in sich zu verwirklichen, sondern sich von dieser Form der Entwicklung innerlich zurückzuziehen. Es ist notwendig, sich von der Form der Liebe, Macht und Weisheit der 12 Aeonen zu lösen.

Das Problem der Menschen in der Sphära, der Astralebene und der Mentalebene ist, dass sie schrittweise durch die schleichende Einfügung in die 12 Aeonen in ihrem Willen sich weiterzuentwickeln, erschlaffen. Die 12 Aeonen suggerieren den Menschen eine evolutionäre Entwicklung des Körpers, der Seele und des Geistes. Die Befreiung von den niederen Ebenen gelingt nicht über die bewusste oder unbewusste Vervollkommnung der menschlichen Eigenschaften, sondern über die Loslösung von Ihnen. Man muss sich in seinem Willen zusammenreißen und den Weg des Vaters in der Praxis beginnen. Wer sich nicht von den Aeonen und damit von allen Vorstellungen menschlicher Vollkommenheit der Religionen und Einweihungslehren zurückzieht, bleibt mit den Aeonen verbunden.

Auf dem Weg des Vaters besteht die Aufgabe darin, die 12 Aeonen, wie sie sich in der Sphära, der Astralebene und der Mentalebene ausdrücken, zu erkennen und sich von ihnen zu befreien. Es ist die Aufgabe, sich die Eigenschaften der Aeonen einzugestehen und Reue zu empfinden. Diese Reue bezieht sich darauf, mithilfe der Archonten und Aeonen zu versuchen, Vollkommenheit zu erlangen. Ein Mensch, der diesen Weg geht, gleicht einem gefallenen Engel.

Im Unterschied zu den Archonten des Adamas können die Archonten des Jabraoth Reue empfinden. Das bedeutet für die seelisch-geistige Entwicklung, dass man die Substanzen dieser Archonten mit Hilfe der Schlüssel des Wachseins in Substanzen des Lichts des Himmels umwandeln kann.

Von der Mentalebene stammen auch die beiden Erzengel Michael und Gabriel. Sie helfen den Menschen, die göttliche Geburt in sich zu verwirklichen.