Die Konfrontation mit der Dunkelheit

Durch die göttliche Geburt gelangt der Sohn Gottes in Verbindung mit einer höheren Ordnung, welche die Entwicklung innerhalb der Sphära vorgibt. Manche haben nach der 2. Geburt vielleicht den Drang, unbedingt vorwärtsgehen zu wollen. Es gibt auch das Bedürfnis, mit den Lichtsubstanzen und den Gesetzmäßigkeiten des Himmels zu meditieren. Einerseits weiß man, dass man nach dem physischen Tod in den Himmel gelangt und andererseits erkennt man, dass man sich am Beginn des Weges befindet.

Innerhalb dieser zeitlichen Ordnung muss sich der Sohn Gottes mit dieser Dunkelheit auseinandersetzen, die er in seinem Leben vor der 2. Geburt gelebt hat. Alles dies kommt zur richtigen Zeit an die Oberfläche. Käme es durch eine vorschnelle Beschäftigung mit diesem Thema zu früh zu einer Konfrontation mit der eigenen vergangenen Dunkelheit, dann wäre derjenige mit der Auseinandersetzung und Verarbeitung überfordert. Ebenso könnte derjenige das wahre Ausmaß der Dunkelheit nicht erkennen. Durch die innere Führung und die Begleitung von Jao, dem großen, dem Guten, ist der Erbe des Vaters erst in der Lage, in diese Tiefe der Dunkelheit überhaupt vordringen zu können. Gleichzeitig besitzt der Erbe des Vaters durch die 2. Geburt dieses innere Licht und diese innere Kraft, die Dunkelheit erkennen und sich davon befreien zu können. Dies wäre einem Menschen, der noch nicht zum 2. Mal geboren ist, nicht möglich. Die Befreiung von der Dunkelheit ist durch die 2. Geburt nicht nur vorgesehen, sondern ein zwingendes Geschehen.

Die Beschäftigung mit diesem Thema bringt auch die Frage an die Oberfläche, wer den Weg des Vaters überhaupt gehen kann. Jemand könnte der Meinung sein, dass ein Leben in Verbindung mit Dunkelheit und Verbrechen den Weg des Vaters unmöglich macht. Das entspricht nicht der Wahrheit. Auch wenn es für viele Menschen vielleicht schwer zu verstehen ist, so kann jeder Mensch, unabhängig von seinem vergangenen Leben in der Dunkelheit, den Weg des Vaters gehen. Weiß man um die Mysterien der göttlichen Geburt, dann ist es möglich, sie zu verwirklichen. Nach der göttlichen Geburt muss sich derjenige damit zu diesem Zeitpunkt konfrontieren, wenn es in der zeitlichen Ordnung der Entwicklung vorgesehen ist. Diese Konfrontation ist immer ein intensiver Prozess des Erkennens, des Eingeständnis und der Reue.

Dann ist es wichtig, Gedanken und Gefühle in Verbindung damit so gut es geht zu vermeiden. Sie wollen sich weiterhin in das Bewusstsein drängen und belebt werden. Durch die Reue mit diesem Thema der Dunkelheit ist es dem Erben des Vaters jedoch viel besser möglich, die Gedanken und Gefühle schon von Beginn an zu vermeiden.