Die inneren Veränderungen auf dem Weg

Mit der Inkarnation in der grobstofflichen Ebene erhält jeder Mensch durch die Archonten der Heimarmene (Astralebene) eine Seele, welche sich über den Zeitpunkt und Ort der Geburt definiert. Diese Archonten sind in gewisser Weise die Eltern der Menschen. Wenn man auf dem Weg des Vaters davon spricht, sich von den Eltern lösen zu müssen, dann betrifft dies vor allem die Archonten der Heimarmene. Diese individuelle Beschaffenheit der Seele bewirkt eine analoge Prägung des physischen Körpers und dem grobstofflichen Lebensbereich.

Eine innere Veränderung der Seele durch eine seelisch-geistige Entwicklung ist nur dann möglich, wenn man die Substanzen der Seele, die von den Archonten stammen, erkennt und sich von ihnen befreit. Dringt man nicht bis in diese innerste Beschaffenheit der Seele vor, bleibt jede Selbsterkenntnis oberflächlich. Dementsprechend ist eine seelische Veränderung nur dann möglich, wenn man diese inneren Substanzen erkennt.

Die Veränderung der Seele geschieht allmählich. Jede Meditation über einen Archon ist ein notwendiger Schritt auf dem Weg des Vaters. Wichtig ist eine andauernde Stetigkeit über längere Zeit. Nur dann ist eine grundsätzliche Veränderung für die göttliche Geburt möglich. Die Meditationen sind anstrengend und vor allem nach den Meditationen über die Archonten der Heimarmene sind die Menschen oft erschöpft.

Eine der häufigsten Fragen in Verbindung mit den Meditationen über die Archonten bezieht sich darauf, wann man wissen kann, ob man die Substanzen des jeweiligen Archons ausreichend und tief genug erkannt hat. Die Antwort auf diese Frage zeigt sich im Menschen selbst. Die eigene Fähigkeit während der Meditation bildet die Grenze der Erkenntnis. Diese Fähigkeit bezieht sich nicht nur auf die Konzentration, sondern vor allem auf das Vermögen, diese Substanzen der Seele wahrnehmen und fühlen zu können. Es ist bei jeder Meditation ein Akt der Selbstüberwindung, in den Bereich dieser Substanzen vorzudringen. Die Stufe der Selbsterkenntnis, zu der ein Mensch fähig ist, ist diese Stufe, welche für diesen Moment die eigene Entwicklung spiegelt. Die Tiefe der Selbsterkenntnis verändert sich mit der Praxis der Meditation und wer ein Jahr später über denselben Archon meditiert, wird eine andere Tiefe erkennen können.

Jede Meditation über einen Archon ist verbunden mit einem inneren Eingeständnis. Letztlich bezieht sich dieses Eingeständnis darauf, sich im Sinne und in Verbindung mit diesem Archon selbst zu identifizieren. Die notwendige Reue kommt aus der Tiefe der Seele. Je tiefer eine wahrhaftige Reue ist, desto näher ist man dem göttlichen Licht in sich selbst.