Die innere Entscheidung

Jeder Mensch muss sich entscheiden, welchen Kräften und Mächten er nachfolgt. Die Konsequenz dieser Nachfolge ist es nämlich, dass man von diesen Kräften geprägt und beeinflusst wird. Dieses Wechselspiel zwischen Nachfolge und Beherrschung muss man erkennen, wenn man das Leben innerhalb der niederen Ebenen verstehen will.

Wir leben in einer Zeit, in der es für die allermeisten Menschen selbstverständlich ist, den Freuden und den Annehmlichkeiten der grobstofflichen Ebene nachzufolgen. Das gesamte Leben beginnend mit der Erziehung, der Ausbildung und der Partnerschaft bis hin zum physischen Tod ist davon geprägt. Für die Menschen steht das physische Leben im Mittelpunkt. Oftmals ist es sogar so, dass es als einzige Wirklichkeit angesehen wird.

Die Schwierigkeit besteht darin, dass das Wissen um den Himmel seit der Sintflut verborgen ist. Für die meisten Menschen besteht deshalb gar nicht die Wahl zwischen Himmel und Erde. Wer den Himmel nicht kennt und nicht weiß, wie man dorthin gelangt, entscheidet sich automatisch für die Erde. Noch dazu kommt, dass es sehr viele Religionen und esoterische Lehren gibt, welche den Menschen den Himmel oder eine Befreiung versprechen, den Himmel jedoch mit unterschiedlichen Orten innerhalb der niederen Ebenen verwechseln. Es geht hier nicht um die Entscheidung zwischen den höheren Ebenen und den niederen Ebenen, sondern um die Entscheidung zwischen zwei unterschiedlichen Orten innerhalb der niederen Ebenen. Das Jenseits oder die Astralebene sind ebenso wie die Mentalebene nicht der Himmel.

Durch die Entscheidung ordnet man sich in das jeweilige System ein. Wer sich für das irdische Leben und die Freuden des irdischen Lebens entscheidet, unterliegt einer anderen Gerichtsbarkeit, wie ein Mensch, der sich für den Weg des Vaters entscheidet. Ich meine hier nicht die weltlichen oder religiösen Gesetze, sondern die jeweilige geistige Ordnung.

Einer der 5 Teile des Menschen neben dem Körper, der Seele, dem irreführenden Geist und der Kraft ist das Verhängnis. Der Begriff Verhängnis für diesen Teil kann man mit dem Begriff Karma austauschen. Es betrifft die gleichen Gesetzmäßigkeiten.

Das Verhängnis bedeutet, dass der Mensch von dieser Wesenheit, der er nachfolgt, beeinflusst wird. Diese Beeinflussung geschieht unmittelbar. Das Bestreben des Verhängnisses ist es, dass sich die Menschen innerhalb der niederen Ebenen für die Freuden der niederen Ebene entscheiden. Um ein Beispiel zu nennen, definieren die Archonten der grobstofflichen Ebene die Gesetzmäßigkeiten der irdischen Freuden. Wer sich dafür entscheidet, agiert im Sinne des Verhängnisses, folgt den jeweiligen Archonten und wird umgekehrt von diesen beherrscht.

Auf dem Weg des Vaters befindet man sich in einer höheren Ordnung der Gerechtigkeit. Da sich dieser Mensch für den Himmel entschieden hat und dem Himmel nachfolgt, wird er von den Kräften und Mächten des Himmels beeinflusst.

Die allermeisten Menschen entscheiden sich durch das Verhängnis für die grobstoffliche Ebene. Je stärker das Verhängnis in einem Menschen wirkt, desto ausschließlicher entscheiden sich die Menschen für die physische Ebene und gegen den Himmel. Die Konsequenz ist, dass sie sich dadurch selbst großes Leid erschaffen. Nach dem Tod des physischen Körpers kommen die Menschen in den Machtbereich dieser Archonten, durch welche sie während des Lebens beherrscht wurden. Diese Konfrontation mit der eigenen Dunkelheit empfindet die Seele als großen Schmerz.