Die göttliche Geburt

Die unermüdliche Suche dieses Menschen, der in sich das Licht des Jao, des kleinen, des Guten trägt, findet dann sein Ende, wenn sich im Menschen die göttliche Geburt verwirklicht. Diese Geburt geschieht in der Seele und bedeutet, dass der Mensch der Erbe des göttlichen Vaters geworden ist. In diesem Moment manifestieren sich im Menschen die 7 Amen, die 5 Amen und die 3 Amen. Das Wort Amen bezieht sich auf ein göttliches Geschehen im Menschen. Die 7 Amen bilden die Individualität des Sohnes Gottes. Die 7 Chakren, welche in den niederen Ebenen über die Funktionen der 7 Tierkreiszeichen Widder bis Waage definiert werden und die Individualität des Menschen innerhalb der grobstofflichen Ebene bilden, werden zu den 7 Amen. Die 5 Amen beziehen sich auf die Substanzen der Seele. Es sind nun nicht mehr die 5 großen Archonten der großen Astralebene, welche die Seele mit ihren Substanzen füllen. Die 3 Amen erklären das Agieren der 3 Grundeigenschaften des Geistes Wille, Gefühl und Intellekt. Innerhalb der niederen Ebenen sind es die 3 Dreimalgewaltigen, welche diese Grundeigenschaften des Menschen definieren und an sich binden.

Die Seele, der Geist und der Körper eines Sohnes Gottes, der in den höheren Ebenen lebt, sind Eins. Erst durch die göttliche Geburt findet die Vereinigung von Seele und Geist statt. Diese Vereinigung ist in den niederen Ebenen bis zur kosmischen Bewusstseinsebene nicht möglich.

In der Ebene derer der Mitte gibt es eine Kraft mit dem Namen Jao, der gute, der Große. Während Jao, der kleine, der Gute das Göttliche im Menschen sucht, ist Jao, der große, der Gute die Verkörperung des Göttlichen. Man kann einen Menschen, der zum 2. Mal geboren ist, als Inkarnation des Jao, des großen, des Guten betrachten. Ebenso ist ein Mensch in dessen Seele das Licht des Jao, des kleinen, des Guten wirkt, eine Verkörperung dieser Kraft.

Die göttliche Geburt im Menschen ist kein zufälliges Geschehen. Sie ergibt sich durch den Weg des Vaters. Wer diesen Weg geht, kommt schrittweise in Verbindung mit den Kräften dieses Weges. Man kann nicht sagen, wann die 2. Geburt stattfindet. Zu komplex ist das Geschehen im Menschen. Wer jedoch einmal das höhere Licht erfahren hat, dessen Seele wird dieses Licht nicht mehr vergessen und wer sich auf die Suche nach dem Erbe des Vaters begibt, wird es erhalten.

Es ist nicht gut, sich auf dem Weg des Vaters die göttliche Geburt immer wieder vorzustellen oder sie herbei zu wünschen. Man bleibt in der Gegenwart und meditiert dort, wo man sich auf dem Weg befindet. Es ist der beste Weg, das Gegenwärtige so gut es möglich ist zu erfüllen.