Die Ebene derer der Rechten

Die Ebene über der Ebene derer der Mitte nennt man Ebene derer der Rechten. Im Vergleich zur Ebene derer der Mitte, welche die Nacht des Himmels zeigt, ist die Ebene derer der Rechten der Tag. Man nennt diese Ebene auch die Ebene der Hüter des Lichts.

Diese Ebene ist die Lebenswelt vieler Söhne Gottes im Himmel. Diese Ebene ist jedoch nicht das Ziel, sondern eine Stufe auf dem Weg. Hier schließlich bricht die Identifizierung als Individuum innerhalb der Dualität in sich zusammen und das Individuum eines Sohnes Gottes setzt sich durch.

Über die Auflösung der Dualität gibt es viele Irrtümer. Viele Menschen glauben, dass man die Dualität insofern auflöst, indem man versucht, den gesamten Raum mit seinem Bewusstsein einzunehmen. Es geht darum, den individuellen Standpunkt gegenüber dem restlichen Raum zu verlassen und sich mit dem Raum zu vereinen. Der Raum als Einheit stellt in dieser Vorstellung die Überwindung der Dualität dar. Diese Vorstellung ist der Versuch, innerhalb der Dualität der niederen Ebenen diese aufzulösen. Es ist dies jedoch keine Überwindung oder Auflösung der Dualität, sondern die Vereinigung mit dem gesamten Raum der Dualität. Auch wenn man mit seinem Bewusstsein den gesamten Raum einnimmt, bleibt die Dualität im eigenen Inneren erhalten. Derjenige bleibt auf der gleichen hierarchischen Stufe der Dualität.

Die Überwindung der Dualität, ist nur möglich, indem man sich hierarchisch über die Stufe der Dualität begibt. Man muss in sich selbst eine Einheit bilden und die einzige Möglichkeit, dies in sich zu verwirklichen, ist das Bewusstsein als Sohn Gottes. Es gibt in der Ebene derer der Rechten 36 Hüter des Lichts, welche 36 Aspekte des individuellen Bewusstseins eines Sohnes Gottes definieren und hüten.

Das Leben im Himmel unterscheidet sich grundlegend vom Leben auf der Erde. Auf der Erde agieren die Mensch dual. Ihr Leben wird von den Mächten und Kräften des umgebenden Raums reguliert. Auch in den zwischenmenschlichen Bereichen geht es immer um die Durchsetzung der eigenen Vorstellungen von Liebe, Macht, Wissen und Wahrheit. Die Hierarchie der Sphära wird über die Hüter der Dunkelheit in der Ebene derer der Linken reguliert.

Im Himmel erleben die Söhne Gottes keine Regulierung. Es gibt eine Form der inneren Orientierung, wobei das Erbe des göttlichen Vaters, welches der Sohn Gottes in sich angenommen hat, die innere Ausrichtung ist. Erst im Himmel gibt es einen freien Willen, da niemand da ist, der das Leben der Söhne Gottes reguliert. In der Ebene derer der Rechten ist es die Aufgabe, das Bewusstsein eines Sohnes Gottes vollständig anzunehmen. Dann bricht das noch vorhandene Bewusstsein in Verbindung als Mensch in sich zusammen. Das ist die Voraussetzung der Söhne Gottes, um in die eigentliche Lebenswelt der Söhne Gottes, der höchsten Ebene im Himmel zu gelangen.

Es ist auch die Aufgabe, nicht im Glanz des Himmels der Ebene derer der Rechten zu versinken. Durch die vorbehaltlose Freiheit erliegen manche Söhne Gottes immer wieder der Versuchung, dort bleiben zu wollen. Wer sich in der Fülle des Himmels verliert, kann seine eigentliche Aufgabe leicht vergessen. Die einzige Möglichkeit, in die höchste Lebenswelt des Himmels, der Ebene der Erben des Lichts, zu gelangen ist, dass sich die Söhne Gottes die Fehler in Verbindung mit dem niederen Ego vollständig eingestehen und sich dadurch davon lösen.

Die 36 Hüter des Lichts sind 6 Aspekte von Jeu, 6 Aspekte des Wächters, je 6 Aspekte der beiden großen Anführer, 6 Aspekte von Melchisedek und 6 Aspekte des Sabaoth, des guten, des Großen. Erst alle gemeinsam bilden das vollkommene Bewusstsein eines Sohnes Gottes. Jeu der Aufseher des Lichts, der Wächter des Vorhangs, die beiden großen Anführer und Melchisedek sind vollkommene Personifizierungen der 5 höheren Elemente.

Wird ein Sohn Gottes in den niederen Ebenen geboren, dann nehmen die Hüter des Lichts das Licht, welches die Archonten von einem Menschen nehmen, reinigen dieses Licht, was bedeutet, dass sie es aufbereiten und geben es dem Sohn Gottes zurück. Dadurch ist es einem Sohn Gottes innerhalb der niederen Ebenen möglich, zu wachsen.

Der Vater eines Sohnes Gottes, der in einem physischen Körper in der Sphära lebt, ist Sabaoth, der gute, der Große. Von ihm kam das Licht des Himmels, welches geboren wurde. Ebenso begleitet er die Söhne Gottes, welche in der Sphära leben. Gleiches gilt für alle Söhne Gottes, die in den niederen Ebenen geboren wurden.

Jeu war der erste Mensch und auch der erste Engel. Als Engel ist Jeu die personifizierte Willensäußerung des göttlichen Vaters und als Mensch die Selbsterkenntnis des göttlichen Vaters. Jeu ist auch der Hüter und Aufseher aller Archonten und Götter. Er hat die Archonten des Adamas aus der Mentalebene in der Astralebene gebunden, was die Voraussetzung ist, dass sich ein Mensch erkennen und befreien kann.

Melchisedek ist der große Paralemptor des Lichts. Er hütet das individuelle Bewusstsein eines Sohnes Gottes.

Der Vorhang, welchen der Wächter hütet, ist die Grenze zwischen den Hütern des Lichts und Jeu. Diese Grenze kann ein Sohn Gottes dann durchschreiten, wenn er vom Wächter dazu die Erlaubnis bekommt. Die Voraussetzung ist, dass der Sohn Gottes eine bestimmte Stufe der Annahme des Erbes des göttlichen Vaters in sich verwirklicht hat.

Die beiden großen Anführer hüten in der Ebene derer der Rechten das Licht des Sohnes Gottes in Beziehung zum Raum und das Licht des Raums in Beziehung zum Sohn Gottes.

Die Aufgabe der Söhne Gottes in dieser Ebene ist es, den Zusammenbruch des restlichen niederen Egos zuzulassen.