Die Beherrschung der Kundalini

Während der Meditationen über die 360 Archonten der grobstofflichen Ebene und der 360 Archonten der Astralebene ist es auf dem Weg des Vaters notwendig, in der Seele eine ganz bestimmte Substanz zu bilden. Innerhalb der niederen Ebenen entspricht diese Substanz der höchsten Kraft, nämlich der Kraft des unsichtbaren Gottes in der kosmischen Bewusstseinsebene. Diese Kraft aktiviert man in sich dadurch, indem man gleichzeitig den Willen, das Gefühl, den Intellekt und das Bewusstsein aktiviert. Durch die Gleichzeitigkeit der Aktivierung entsteht im Zentrum dieser 4 Pole eine 5. Kraft. Um diese Kraft handelt es sich, welche als Substanz in der Seele gebildet werden muss.

Es gibt analoge Kräfte, die in der Esoterik und den Einweihungslehren der Religionen unterschiedliche Namen besitzen. Man nennt sie zum Beispiel Imaginationskraft oder Kundalini. Die 4 Pole werden auch als vierpoliger Magnet oder als Tetragrammaton bezeichnet. Es handelt sich hierbei immer um eine 5. Kraft, die im Zentrum der 4 Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde entsteht. Es ist auf dem Weg des Vaters wichtig zu wissen, um was es sich bei diesen Kräften genau handelt. Sie sind nicht identisch mit der Kraft des unsichtbaren Gottes.

Die Imaginationskraft ist eine geistige Substanz, die in Verbindung mit dem 1., dem 2. und dem 3. Elemente Schlüssel entsteht. Mit dieser Kraft agieren alle Menschen zu jeder Zeit, indem sie sich zum Beispiel ein inneres Bild vorstellen. Diese 3 Elementeschlüssel tragen die Namen Universalschlüssel, Dualschlüssel und Individualschlüssel. Jeder Schlüssel definiert die 4 Elemente im Sinne der Universalität, der Dualität und der Individualität. Die Imaginationskraft entsteht über alle 3 Elementeschlüssel gemeinsam. Die Kundalini ist diese Kraft, die in Verbindung mit dem 4. Elementeschlüssel entsteht. Es ist dies der Schlüssel der grobstofflichen Ebene. Diese Kraft ist analog der Sexualkraft im Menschen. Man kann die Kraft eines jeden der 4 Schlüssel darüber aktivieren, indem man in sich die 4 Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde im Sinne des jeweiligen Schlüssels imaginiert. Es gibt neben den 4 Elemente Schlüssel noch 20 weitere Elementeschlüssel, die jeweils eine unterschiedliche Bedeutung haben.

Der vierpolige Schlüssel der Kraft des unsichtbaren Gottes unterscheidet sich von diesen 4 erwähnten Elemente Schlüssel dadurch, dass die 4 Pole über die Grundeigenschaften des Geistes gebildet werden. In der kosmischen Bewusstseinsebene gibt es 3 Wesenheiten, die 3 Dreimalgewaltigen, welche den Willen, das Gefühl und den Intellekt des Menschen definieren und lenken. Diese 3 Kräfte sind Emanationen des unsichtbaren Gottes. Die Eigenschaft der Kraft des unsichtbaren Gottes ist die Vierpoligkeit der 4 Grundeigenschaften des Geistes. Aktiviert man diese 4 Pole und ist sich im Wachsein seiner selbst bewusst, indem man sich als „ich bin ich“ erfährt, bildet sich diese Substanz in der Seele. Diese Substanz steht mit der göttlichen Mutter direkt in Verbindung und es ist für die göttliche Geburt notwendig, sie in sich zu bilden.

Durch die Analogie der 4 Grundeigenschaften des Geistes zu den 4 Elementen, der Wille entspricht dem Feuer, das Gefühl dem Wasser, der Intellekt der Luft, und das Bewusstsein der Erde, aktiviert der Meditierende gleichzeitig in sich die Sexualkraft. Dies geschieht automatisch durch den 4. Schlüssel der Elemente und durch die unbewusste Aktivierung der Kundalini. Der Meditierende wird dies im Laufe der Zeit immer wieder erfahren. Oft spürt man die Sexualkraft sehr mächtig und dies kann für viele Menschen ein Problem darstellen. Man muss nämlich wissen, wie man die Sexualkraft nicht nur beherrscht, sondern diese Kraft umwandelt, damit sie in der Seele eine der beiden Grundsubstanzen für die göttliche Geburt bildet.

Die Beherrschung und die Umwandlung geschehen gleichzeitig, während man sich im Moment der Aktivierung des Willens, des Gefühls, des Intellekts und des Bewusstseins seiner selbst bewusst ist. Durch diesen vierpoligen Vorgang und das Selbst-Bewusstsein strömt die Sexualkraft vom Körper als Kraft des unsichtbaren Gottes in die Seele und bildet die genannte Substanz der göttlichen Mutter. Praktiziert man dies, dann verringert sich die Sexualkraft und gleichzeitig damit einhergehende sexuelle Bedürfnisse.