Der Weg des Erben des Vaters – 2

Auf dieser Stufe des Weges des Erben des Vaters hat sich das Erbe bis zu einer gewissen Stufe im Menschen verwirklicht. Je nachdem, welche Aufgabe ein zum 2. Mal Geborener während seines Lebens auf der Erde hat, öffnet sich sein Wirkungskreis. Ab einer gewissen Stufe der inneren Entwicklung ist es für seine Entwicklung nötig, im Sinne der Entwicklung der Menschheit zu arbeiten. Die Meditationen betreffen diese Arbeit und die Verwirklichung dieser Arbeit.

Gleichzeitig lernt der zum 2. Mal Geborene, im Sinne und in eins mit dem göttlichen Vater zu handeln. Dieses Agieren verlangt eine Zurücknahme der individuellen Machtäußerung innerhalb der niederen Ebenen. Das Leben selbst wird zur Meditation.

Die Seele des zum 2. Mal Geborenen identifiziert sich immer mehr mit den 7 Amen, den 5 Amen und den 3 Amen. Dies ist gleichzeitig eine wachsende Identifizierung mit dem Leben nach dem physischen Tod in den höheren Ebenen.

Es gibt 5 unterschiedliche Formen der Inkarnation eines Erben des Vaters innerhalb der grobstofflichen Ebene. Es sind dies gleichzeitig 5 aufeinanderfolgende Stufen der möglichen Entwicklung. Die 1. Stufe der Entwicklung definiert sich über die Unschuld. Jeder Erbe des Vaters trägt diese grundsätzliche Unschuld in sich. Das ist die Voraussetzung und Grundlage. Diese Unschuld ist in einer gewissen Weise vergleichbar mit der Unschuld eines Kindes. Für andere Menschen ist es nicht einfach, mit dieser Art der Unschuld umzugehen. Viele Menschen empfinden dies als Provokation oder als Naivität. Die 2. Stufe der Entwicklung eines Erben des Vaters definiert sich über das Lehren und das Richten. Einerseits geht es um die Vermittlung des alten Wissens und andererseits um die Identifizierung alles dessen, was nicht dem alten Wissen entspricht. Auf dieser Stufe hat ein Erbe des Vaters die Aufgabe, den Einfluss und das Wirken dieser Menschen zu begrenzen, die den Menschen eine falsche Lehre vermitteln. Dies geschieht über eine einfache Willensäußerung im Sinne des göttlichen Vaters. Die 3. Stufe birgt die Fähigkeit der Heilung und Befreiung. Dies ist einem Erben des Vaters nur dann möglich, wenn er den Willen des Vaters innerhalb der grobstofflichen Ebene verkörpert. Es ist dies kein Kampf, sondern ein einfacher Akt der Heilung oder Befreiung. Die 4. Stufe der Entwicklung birgt als Eigenschaft die Reinheit. Dieser Erbe des Vaters hat die höchste mögliche Reinheit, die innerhalb der physischen Ebene möglich ist, in sich verwirklicht. Die 5. Stufe ist gleichzeitig die höchste mögliche Stufe der Entwicklung eines Erben des göttlichen Vaters. Derjenige ist die Personifizierung der höchsten möglichen Inkarnation eines Sohnes Gottes.

Die Praxis auf dem Weg des Erben des Vaters – 2

Es ist für einen Erben des Vaters eine tägliche Praxis, zu lernen, in eins mit dem göttlichen Vater zu handeln. Es braucht dazu die ständige Überwindung des Magnetismus des physischen Körpers und der Gesetzmäßigkeiten der grobstofflichen Ebene.

Manchmal herrscht die Meinung, dass sich alle zum 2. Mal Geborenen ähnlich sind. Die Vielfalt der Möglichkeiten, als Erbe des Vaters innerhalb der physischen Ebene und nach dem Tod des physischen Körpers in den höheren Ebenen zu leben, ist unendlich.

Es ist auch nicht richtig, dass ein Erbe des Vaters nichts mehr zu lernen hat oder in einer gewissen Weise am Ende der seelisch-geistigen Entwicklung angekommen ist. Die 2. Geburt ist einerseits das Ziel der Entwicklung als Mensch und andererseits der Beginn der Entwicklung als Erbe des Vaters.

Ein Erbe des Vaters lernt, in ständiger Begleitung und in ständiger Verbindung mit dem göttlichen Vater zu leben. Es ist dies eine Vorbereitung für das Leben in den höheren Ebenen. Durch diese Meditationen nimmt der zum 2. Mal Geborene immer wieder und konsequent die egozentrierte Haltung in Bezug auf die eigene Machtäußerung im Sinne der niederen Ebenen zurück. Grundsätzlich geht es darum, die Feststellung, ich und der Vater sind eins, Wirklichkeit werden zu lassen.

Die Praxis der Meditation bezieht sich darauf, welche der 5 Möglichkeiten der Inkarnation der Erbe des Vaters verkörpert. Durch die 1. Inkarnation bewirkt er eine ständige Entwicklung aller Menschen in seinem Umkreis. Durch die Verkörperung der göttlichen Unschuld werden alle Menschen intensiv im Innersten ihrer Seele berührt. Daraus kann sich ergeben, dass sich die Menschen entweder entwickeln oder sich gegen den Erben des Vaters stellen. Durch die 2. Inkarnation ist der Erbe des Vaters die Verkörperung des Lehrers und des Richters im Sinne des Weges des Vaters. Seine Meditation besteht darin, den Willen des Vaters in dieser Weise in der physischen Ebene zu verwirklichen. Ein Erbe des Vaters der 3. Inkarnation lebt als göttlicher Heiler und hilft den Menschen durch die Befreiung von negativen Kräften. Auch hier geht es darum, dass derjenige lernt, in eins mit dem Vater zu handeln. Die Verkörperung der 4. Inkarnation gleicht einem strahlenden Licht und der 5. Inkarnation einer Verkörperung des göttlichen Vaters selbst. Diese Aufgaben sind nicht mehr an eine Tätigkeit oder Eigenschaft gebunden.