Der schrittweise Weg der Entwicklung

Manchmal fragen mich Besucher meiner Vorträge, wie fortgeschritten sie auf dem Weg des Vaters sind. Die Antwort ist, auch wenn man die Bedeutung erst mit der Zeit richtig versteht, recht einfach. Die Stufe der Entwicklung eines Menschen kann man am Grad der Selbsterkenntnis erkennen.

Der Mensch besteht aus 5 Teilen. Es sind dies der Körper, die Seele, der irreführende Geist (Mentalkörper), das Verhängnis (Karma) und die Kraft (ein bestehender Körper aus Licht). Die Schwierigkeit der Selbsterkenntnis liegt darin, dass das Wissen um die Beschaffenheit dieser 5 Teile seit der Sintflut verloren gegangen ist. Wenn man nicht um die innersten Substanzen der Seele weiß, es sind dies die Substanzen der Archonten der Astralebene und der Archonten der großen Astralebene, kann man sich nicht selbst erkennen. In gleicher Weise gilt dies für die Archonten, die den Geist des physischen Körpers lenken, für die Aeonen der Mentalebene und die Beschaffenheit des irreführenden Geistes, des Verhängnisses und der Kraft.

Man kann den Umfang des Wissensschatzes um die niederen und höheren Ebenen kaum beschreiben. Es dauert Jahre des intensiven Studiums und der Meditation, um die einzelnen Aspekte richtig zu verstehen und richtig zuordnen zu können. Auf die Frage, ob es notwendig ist, dies zu wissen, um in den Himmel zu kommen, dann muss ich bis auf eine Ausnahme mit ja antworten. Die Ausnahme besteht darin, dass jemand sein ganzes Leben dem Dienst der anderen Menschen gewidmet hat. Man kann sich dabei jemanden vorstellen, der völlig darauf verzichtet sich selbst zu verwirklichen, sondern einzig darin bestrebt ist, den Menschen zu helfen und ihnen zu dienen. Dann ist es möglich, dass dieser Mensch in seinem nächsten Leben durch die Nüchternheit den Weg durch die Hindernisse der niederen Ebenen in den Himmel findet. Ansonsten braucht man das Wissen um den Weg des Vaters.

Wer über einen Archon der Astralebene meditiert, die Astralebene wurde früher Heimarmene genannt, dringt tief in die eigene Seele ein. Nicht nur, dass jede Meditation mit einem Archon eine innere Überwindung braucht, sie ist ebenso sehr anstrengend. Man muss in der Meditation diese Eigenschaft als seelische Substanz erkennen und sich davon befreien, mit welcher man sich vielleicht schon über Jahrzehnte identifiziert hat. Es gibt keine Eigenschaft der Persönlichkeit und des Charakters eines Menschen innerhalb der grobstofflichen Ebene, der Astralebene und der Mentalebene, die nicht über die Archonten und Aeonen definiert wird. Das gilt für alle positiven und negativen Eigenschaften. Wenn man nicht weiß, wie man zu diesem Ort der Seele hinkommt, kann man sich nicht erkennen. Man agiert an der Oberfläche und bemerkt nicht, dass jeder Schritt, jeder Gedanke, jedes Gefühl und jeder Impuls im Leben gelenkt werden.

Die Entwicklung auf dem Weg des Vaters geschieht allmählich. Kaum eine Eigenschaft auf dem Weg ist so wichtig wie die Ausdauer und Stetigkeit. Vor allem jedoch muss man um seine Befreiung kämpfen. Es ist nichts so schwierig, wie der Kampf um die Selbsterkenntnis. Jeder Kampf ist ein Prozess der Selbsterkenntnis und Befreiung gegen die Einflussnahme der Archonten und Aeonen. Man muss sich innerlich zusammennehmen, ansonsten verliert man sich in der Oberflächlichkeit der Selbsterkenntnis. Jede Meditation über einen Archon wird zu einem Akt der Selbstüberwindung. Sich von den Archonten zu befreien bedeutet, sich von den Eltern der Seele der niederen Ebenen zu befreien. Wenn man es jedoch geschafft hat, auch nur eine Substanz eines Archons in der Seele zu erkennen, hat einen Sieg errungen, der wertvoller wie jeder Sieg innerhalb der grobstofflichen Ebene ist. Wer diese Stetigkeit über Jahre besitzt, wird in sich Grundlagen aufbauen, die göttliche Geburt verwirklichen zu können.