Der Fortschritt auf dem Weg

Über die Archonten zu meditieren bedeutet, immer tiefer in die eigene Seele vorzudringen. Der Fortschritt auf dem Weg des Vaters zeigt sich nicht durch geistige Fähigkeiten, sondern in Verbindung mit dem Grad der Selbsterkenntnis. Geistige Fähigkeiten entstehen nicht deshalb, weil man sie durch Übungen trainiert, sondern deshalb, weil sie der Stufe der Selbsterkenntnis entsprechen. Es ist, um ein Beispiel zu nennen, ganz normal, die Gefühle und nachfolgend die Gedanken der Menschen intuitiv fühlen zu können, wenn man die Substanzen der eigenen Seele tiefer in sich erkannt hat.

Wer schon länger über die Archonten der Heimarmene (Astralebene) meditiert hat, beginnt mit den Meditationen über die Archonten der grobstofflichen Ebene. Die Auseinandersetzung mit diesen Archonten ist vor allem am Beginn eine große Herausforderung, da die Menschen die Eigenschaften dieser Archonten mit einer derart großen Selbstverständlichkeit leben, dass es schwer fällt sie als Substanzen zu erkennen, die den Menschen innerhalb der 1. Ebene binden. Wer mit den Meditationen über die Archonten der großen Astralebene beginnt, hat eine Stufe der Selbsterkenntnis erlangt, die für andere Menschen nicht vorstellbar ist. Die 5 großen Archonten der großen Astralebene bilden die innersten Substanzen der Seele. Der Weg des Vaters führt schließlich zur Mentalebene bis zur kosmischen Bewusstseinsebene. Die 12 Aeonen der Mentalebene definieren die Lebenswelt der Astralebene und der Mentalebene und die 24 Unsichtbaren sind die Urgesetze der Seele selbst. Die Selbsterkenntnis führt bis zum Urvater der Seele, dem unsichtbaren Gott.

Gleichzeitig mit der Selbsterkenntnis ist es für die göttliche Geburt notwendig, die Substanzen der göttlichen Mutter in der eigenen Seele zu erschaffen. Dies geschieht durch die vierpolige Praxis der 4 geistigen Grundeigenschaften Wille, Gefühl, Intellekt und Bewusstsein. Parallel dazu richtet sich der Wille auf die göttliche Geburt, was bewirkt, dass das Licht des Jao, des kleinen, des Guten den Menschen auf direktem Weg zur göttlichen Geburt führt.

Je länger man auf dem Weg ist, desto klarer wird der Weg. Ebenso erkennt man immer besser die Fortschritte, die man selbst auf dem Weg macht. Man darf jedoch nicht in Versuchung kommen, mit der Ausrichtung des Willens auf die göttliche Geburt nachzulassen. Es bedarf der dauernden Wachsamkeit. Allzu leicht schleicht sich eine Form der Lässlichkeit in Bezug auf die Selbsterkenntnis ein. Jede einzelne Meditation ist ein eigener intensiver Prozess.

Bestimmte Lebensthemen, die das Leben eines Menschen sehr prägen, begegnen einem immer wieder. Zuerst bei den Meditationen über die Archonten der Astralebene, dann bei den Archonten der grobstofflichen Ebene, bei den Archonten der großen Astralebene über die 12 Aeonen bis zum 13. Aeon. Je höher die Ebenen, desto tiefer die Selbsterkenntnis. Es ist notwendig und wesentlich, über diese Themen in Verbindung mit den jeweiligen Archonten auf einer neuen Stufe zu meditieren.

Gleichzeitig erlangt man schrittweise die Fähigkeit, mit dem Licht des Himmels in Verbindung zu kommen. Auch diese Meditationen sind notwendig, um die göttliche Geburt vorzubereiten.

Ab einer gewissen Stufe stehen die Meditationen über die Archonten des Jabraoth im Zentrum der seelisch-geistigen Praxis. Diese Archonten sind es, die Reue empfinden können. Im Menschen zeigt sich dies als Umwandlung bestehender Substanzen in der Seele in Substanzen des Himmels. Die Archonten des Jabraoth sind die Ursache dieser Mächte und Kräfte, die heute zum Beispiel als die 22 Weisheitstafeln des Hermes Trismegistos oder als die 64 Hexagramme des I Ging bekannt sind. Man darf jedoch nicht meinen, dass die Weisheitstafeln oder die Hexagramme den Schlüssel in den Himmel beinhalten. Sie haben als Ursache die Archonten des Jabraoth und gehören den niederen Ebenen an. Wer im Sinne dieser Archonten einen seelisch-geistigen Weg geht, bleibt innerhalb der niederen Ebenen.

Wer stetig weiter arbeitet und seinen Willen auf die göttliche Geburt richtet, bereitet diese vor und wird sie in Verbindung mit dem göttlichen Vater sicher verwirklichen.