Der Alltag des Sohnes Gottes auf der Erde

Es ist für einen Sohn Gottes während seines Lebens innerhalb der Sphära eine dauernde Herausforderung, sich den Lebensbereichen und Lebensthemen nicht in der gewohnten Weise zu nähern, wie er es vor der göttlichen Geburt gelebt hat. Sich dieser Gewöhnung, die vielleicht Jahrzehnte angedauert hat, immer wieder bewusst zu werden ist eine wichtige Aufgabe während des alltäglichen Lebens.

Im Grunde genommen geht es um eine Form der Umdrehung in Bezug darauf, womit man sich identifiziert.

Im Leben innerhalb der Dualität der Sphära sind es die Menschen gewohnt, Freude zu empfinden, indem man zum Beispiel ein Konzert besucht, in der Natur spazieren geht, eine Sportveranstaltung besucht oder einem Hobby nachgeht. Vereinfacht ausgedrückt orientieren sich die Menschen im außen, um eine innere Freude oder ein inneres Glück zu fühlen. Nachdem alle Lebensbereiche und alle Lebensthemen innerhalb der Sphära von den Archonten definiert und beherrscht werden, begibt sich der Mensch gleichzeitig in den Herrschaftsbereich der Archonten. Durch die duale Orientierung im außen ordnen sich die Menschen den Archonten unter.

Die Freude eines Erben des Vaters wird nicht über den äußeren Raum mit den Lebensthemen und Lebensbereichen definiert. Sie quillt aus seinem eigenen Inneren. Geht ein Sohn Gottes zum Beispiel mit Freunden einen Spaziergang, dann drängt ihn seine innere Gewöhnung, sicher den äußeren Dingen zu orientieren und seine inneren Gefühle darauf abzustimmen. Agiert er in dieser Weise, dann ordnet er sich den jeweiligen Archonten unter.

Kommt seine grundsätzliche Stimmung aus seinem eigenen Inneren, dann befindet er sich hierarchisch über der gesamten Sphära, obwohl er innerhalb der Sphära mit seinem Körper in den Lebensräumen der Archonten lebt. Der Unterschied besteht darin, dass er sich nicht unterordnet, sondern als Sohn Gottes die Position des göttlichen Vaters einnimmt. Er verliert sich nicht selbst in den äußeren Geschehnissen und der äußeren Freude.

Dieser Zugang gilt nicht nur für sämtliche Geschehnisse innerhalb der Sphära, sondern betrifft ebenso alle Gedanken und alle Gefühle wie die damit im Zusammenhang stehenden Vorstellungen, Ideen und so fort. Die Herausforderung ist es, einen Gedanken zu denken und ein Gefühl zu fühlen, ohne sich mit ihm zu vereinigen.

Vereinfacht könnte man es so beschreiben, dass der Erbe des Vaters sich andauernd in einem inneren Zustand des Wachseins befinden sollte. Dieser Zustand ist jedoch nicht nur das Wachsein allein. Wachsein ist eine Eigenschaft der höheren Luft und jeder Substanz des Himmels als Eigenschaft innewohnend. Man kann sagen, dass, wer eine Substanz des Himmels wirklich fühlt, er sich automatisch im Zustand des Wachseins befindet. Im Sohn Gottes bestimmen unter anderem die 7 Amen, die 5 Amen und die 3 Amen, wie er sich selbst wahrnimmt. Es sind dies nicht Einzelwahrnehmungen, sondern beschreiben alle gemeinsam seine Persönlichkeit. Im Grunde genommen ist es der innere Zustand, mit welchem sich ein Sohn Gottes im Himmel identifiziert. Wachsein ist somit ein Teil eines dauernden inneren Zustands.

Ein Erbe des Vaters sieht sich in der Sphära der Herausforderung gegenüber, sich den Lebensthemen und Lebensbereichen in dieser Weise zu nähern, wie es im Himmel ganz normal und alltäglich ist. Dann bleibt er in einem inneren Zustand der Freiheit.