Der 13. Aeon

Die nächste höhere Ebene oberhalb der Mentalebene und gleichzeitig die höchste der niederen Ebenen ist der 13. Aeon oder, wie man sie auch nennen kann, die kosmische Bewusstseinsebene. Blickt man vom 13. Aeon zu den 12 Aeonen zurück, dann erscheint die Mentalebene als kleiner weit entfernter Punkt.

Der 13. Aeon ist die Geburtsstätte der menschlichen Seele. Sie ist ein Abbild des unsichtbaren Gottes. Man nennt ihn auch den Urvater, weil die Seele des Menschen hier seinen Ursprung hat. Er ist in den niederen Ebenen die höchste hierarchische Instanz. Hier ist der Ort des Friedens, den viele Menschen in ihrer Seele ersehnen. Der 13. Aeon ist die Heimat der Seele des Menschen.

Die Menschen gelangen dann in diese Ebene, wenn sie die Bindung der 12 Aeonen erkennen und sich innerlich davon zurückziehen. Man kann diesen Rückzug als Bescheidenheit beschreiben. Innerlich nähern sich diese Menschen ihrem Ursprung in den Emanationen des unsichtbaren Gottes. Gleichzeitig mit dem inneren Rückzug geht eine gewisse Passivität einher. Damit verbunden ist der Wunsch, sich mit der göttlichen Instanz im 13. Aeon zu vereinen und darin aufzugehen. Hier meinen auch diese spirituellen Menschen ihre innere Heimat zu finden, die Befreiung als Auflösung verstehen. Gelangt eine Seele in den 13. Aeon und weiß derjenige nicht um die Mysterien der göttlichen Geburt und des Durchgangs vom 13. Aeon in die 1. Ebene des Himmels, dann bleibt dieser Mensch im 13. Aeon oder verkörpert sich, blickt er vermehrt zurück, wieder in den niederen Ebenen.

Der 13. Aeon ist der Ort der höchsten möglichen Entwicklung der Seele des Menschen. Die menschliche Seele, die dem unsichtbaren Gott entspricht, kann nicht in den Himmel gelangen. Dafür ist es eine unabdingbare Voraussetzung, dass sich die Seele des Menschen durch die göttliche Geburt in eine Seele des Erben des Vaters oder des Sohnes Gottes verändert. Die Seele kann sich im 13. Aeon dem Himmel nähern, jedoch nicht hindurch gehen. Dazu braucht es das Wissen um die Mysterien des 13. Aeons.

Eine Voraussetzung ist die Praxis des Mysteriums der Kraft des unsichtbaren Gottes. Es ist dies eine weibliche Kraft, welche sich über die Vierpoligkeit der 4 Grundeigenschaften des Geistes definiert. Dazu aktiviert man seinen Willen, sein Gefühl, seinen Intellekt und das Bewusstsein. Es geht darum, in allen 4 Grundeigenschaften gleichzeitig aktiv zu sein. Dadurch entsteht eine Substanz und diese Substanz ist die Kraft des unsichtbaren Gottes. Wer dies praktiziert und sich im Wachsein seiner selbst bewusst ist, erschafft in der eigenen Seele eine Substanz, die der göttlichen Mutter entspricht.

Im 13. Aeon leben 3 Emanationen des unsichtbaren Gottes. Man nennt sie die 3 Dreimalgewaltigen Götter. Sie definieren den Willen, das Gefühl und den Intellekt des Menschen.

Für den Menschen ist kaum etwas so selbstverständlich, wie das Agieren mit diesen 3 Grundeigenschaften. Man muss jedoch wissen, dass die Art des menschlichen Willens oder des menschlichen Gefühls und Intellekts definiert sind. Der Wille ist expansiv und gleichzeitig schöpferisch. Das Gefühl kann man als Vakuum beschreiben, welches die seelisch-geistige Substanzen bildhaft ausgedrückt ansaugt und gleichzeitig für den Menschen fühlbar macht. Der Intellekt ist mit einer fortschreitenden intelligenzhaften Erkenntnis vergleichbar, wobei er eine tiefere Einsicht verhindert. Der Name dieses 3. Dreimalgewaltigen lautet Authades. Auf dem Weg des Vaters ist es wichtig, diese Form der Oberflächlichkeit des Intellekts des Authades, wie er sich im Menschen ausdrückt, zu erkennen.

Die 3 Grundeigenschaften eines Erben des Vaters oder Sohnes Gottes werden nicht über die 3 Dreimalgewaltigen definiert. Es sind dies die 3 Amen in der Ebene des Lichts. Der Wille, das Gefühl und der Intellekt haben andere Funktionen.

Für die Entwicklung auf dem Weg des Vaters ist das Verständnis der Urgesetze der Seele des Menschen wichtig. Es sind dies 24 Emanationen des unsichtbaren Gottes, die man die 24 Unsichtbaren nennt. Sie bilden die grundsätzliche Ordnung und Struktur der Seele. Bevor eine Substanz der Archonten eine seelische Eigenschaft bestimmt, braucht es die grundsätzlichen Gesetzmäßigkeiten der Seele. Die 24. Unsichtbare trägt den Namen Pistis Sophia. Die Gesetzmäßigkeit, welche die Pistis Sophia in der Seele des Menschen definiert, ist magnetisch und der Grund dafür, dass die Seele vom 13. Aeon hinab in die tieferen Ebenen fällt.

Weiters gibt es im 13. Aeon verbunden mit den 24 Unsichtbaren 24 Mysterien. Jedes der Mysterien birgt einen Durchgang in die höheren Ebenen. Es sind dies die Schlüssel des Wachseins der 24 Mysterien.

Die Seele drängt in den 13. Aeon. Diese Entwicklungsstufe entspricht der Betrachtung der Seele von außen und von unten. Es ist dies die Erfüllung der 24 Unsichtbaren und damit auch der Pistis Sophia. Betrachtet man die Seele nicht von außen und von unten, sondern von innen nach außen, gelangt man zu den 24 Mysterien, die das Tor in den Himmel öffnen können.

Der unsichtbare Gott, der Urvater der Seele, hilft den Menschen, die den Weg des Vaters gehen. Er offenbart den Suchenden die Mysterien der niederen Ebenen und hilft Ihnen, die Beeinflussungen der Archonten, der Aeonen bis hin zum 3. Dreimalgewaltigen Authades zu überwinden. Sein Bestreben ist es, den Menschen innerhalb der niederen Ebenen zu helfen.