Das Leben in der 1. Ebene

Manchmal fragen mich Teilnehmer der Vortragstage, wie es möglich sein soll, ein positives Leben in der grobstofflichen Ebene zu führen, obwohl man weiß, dass jeder Lebensbereich durch die Archonten der niederen Ebenen definiert wird und die Menschen an sie gebunden sind. In Wirklichkeit ist es gerade umgekehrt. Indem man auf dem Weg des Vaters schrittweise die Bedeutung des Lebens in der 1. Ebene erkennt, gewinnt es an Wert. Grundsätzlich kann man sagen, dass, wer ein positives Leben führt, seinen Weg unterstützt.

Normalerweise, betrachtet man die Menschen der unterschiedlichen Kulturen, leben sie eingebunden in die jeweilige gemeinschaftliche und gesellschaftliche Ordnung. Die Wahrnehmung des Lebens ist gleichzeitig die Wahrnehmung der Substanzen der damit verbundenen Archonten. Dies bezieht sich auf positive und auf negative Lebensaspekte.

Wer um den Einfluss der Archonten und Aeonen nicht weiß, lebt in der Wirkung, erkennt jedoch nicht die Ursache in den Archonten. In einer gewissen Weise lebt dieser Mensch oberflächlich und folgt, ohne um den Einfluss zu wissen, der Lenkung der Archonten. Erkennt man mit der Zeit immer besser die Bindung der Menschen an die Archonten, dann weiß man um die Ursachen der Lebensaspekte. Anstelle der oberflächlichen Nachfolge gewinnt dieser Mensch innerlich immer mehr an Halt. Mit der schrittweisen Befreiung von den Archonten verliert man die Bindung zu ihnen und gewinnt an Halt durch die Erkenntnis. Das alltägliche Leben spielt sich in gewisser Weise an der Oberfläche ab und deshalb ist es möglich, das Leben normal führen zu können.

In gleicher Weise, wie das Wissen und die Erfahrung auf dem Weg des Vaters und das Licht des Jao, des kleinen, des Guten, wachsen, beginnt man sich von den früher vielleicht geschätzten Freuden des physischen Lebens zurückzuziehen. Dieser ganze Prozess ist niemals ein Zwang und geht auch auf keine Askese zurück. Die innere Veränderung geschieht automatisch und mit einer großen Natürlichkeit. In gleicher Weise, wie man sich innerlich von den Archonten zurückzieht, indem man sie erkennt und sich von ihnen befreit, vollzieht sich der Rückzug auch im physischen Leben. Das bedeutet nicht, dass man sich von einzelnen Lebensbereichen gezwungenermaßen zurückzieht, sondern sie verlieren schrittweise, auch wenn sie noch Teil des grobstofflichen Lebens sind, ihre Wertigkeit. Wer zum Beispiel einzelne Dinge in einem Lebensbereich verändert, hat diese Veränderung innerlich schon vollzogen. Die Geschehnisse des äußeren Lebens folgen immer den Vorgaben des inneren Seins. Das ist auch der Grund, warum jeder Mensch seinen Weg selbst gehen muss. Nur durch die eigenen Meditationen und Erfahrungen auf dem Weg des Vaters, auch wenn sie oftmals sehr anstrengend sind, ist diese innere Veränderung nachhaltig möglich.