Das Leben der Menschen in der grobstofflichen Ebene

Wenn ich das Leben der allermeisten Menschen betrachte, dann sehe ich sie eingebunden in einer Welt der Dunkelheit, der sie sich fügen und nachfolgen. Die Menschen sind Gefangene und weigern sich, obwohl sie die Möglichkeit hätten, ihre Gefangenschaft zu beenden. Sie erfüllen die Vorgaben der Dunkelheit. Die Ausübung von Macht, sei es politische, wirtschaftliche oder religiöse Macht, bedeutet für diesen Menschen nicht Freiheit, sondern Bindung. Nicht der Gefangene besitzt die Macht, sondern die Wärter verleihen ihm die Macht und der Preis ist das gerade Gegenteil von Freiheit.

Die Menschen empfinden es als Frieden, wenn sie sich in der Gefangenschaft den Archonten fügen. Ihre Seele besteht aus den Substanzen der Archonten und die Erfüllung der Dunkelheit der Archonten ist gleichzeitig die Erfüllung der Harmonie der Dunkelheit mit den Archonten. Selbst dann, wenn jemand aufbegehrt, weil er ahnt, dass die höhere Bedeutung des Lebens nicht die Erfüllung der grobstofflichen Vorgaben sein kann, fügte er sich deshalb nach einiger Zeit wieder in das System der grobstofflichen Welt ein, weil er das Wissen um die Befreiung nicht besitzt.

Manchmal ist das Aufbegehren so stark, dass Menschen beginnen, in sich selbst eine geistige Macht aufzubauen. Die Folge ist jedoch, dass sie dem Mentalkörper, das ist der irreführende Geist, zu großer Macht verhelfen. Der Geist des Menschen in den niederen Ebenen ist bestrebt, sich im Sinne der Dunkelheit zu verwirklichen und sich einzufügen. Diese Menschen ziehen sich von der eigenen Seele zurück. Der Weg in den Himmel ist über die Ausbildung der Macht des Geistes nicht möglich. Den Zustand, den diese Menschen als Freiheit empfinden, ist ein Zustand der Oberflächlichkeit durch den Rückzug in die Grobstofflichkeit.

Sehr viele Menschen meinen, dass sie sich befreien können, wenn sie einem anderen Menschen oder einer Gottheit folgen. Das ist nicht möglich. Auch dann, wenn dieser Mensch ein Erbe des Vaters ist und dem Himmel angehört, muss man jeden Schritt der Befreiung selbst gehen. Das, was den Menschen wirklich gehört, ist das innerste Licht der Seele. Dieses Licht zu erkennen, ist einem Menschen nur dann möglich, wenn er es in sich selbst erkannt hat. Wer einer Gottheit folgt, bleibt nach dem Tod des physischen Körpers im Dienst dieser Gottheit. Er ist dann nicht im Himmel. Die Welt der Götter ist die Mentalebene und gehört den niederen Ebenen an. Der Himmel ist nicht der Ort der Diener der Götter, sondern der Ort dieser Menschen, die selbst das Erbe des göttlichen Vaters in sich verwirklicht haben.

Auf einer gewissen Stufe der Entwicklung innerhalb der niederen Ebenen erreichen die Menschen einen Zustand des Friedens innerhalb der Dualität der niederen Ebenen. Wer jedoch innerhalb der Dualität in sich eine Form des Friedens erlangt hat, hat die Dualität nicht überwunden, sondern sich mit ihr ausgesöhnt. Diese Aussöhnung ist eines der größten Hindernisse, um weitergehen zu können, da dies die Aussöhnung mit der Dunkelheit ist. Der Himmel ist kein Ort der Aussöhnung mit der Dualität. Die Art der Dualität, wie sie in den niederen Ebenen vorkommt, gibt es dort gar nicht.

In den Religionen werden viele Orte der Mentalebene oftmals mit dem Himmel verwechselt. Es ist dies jedoch nicht der Himmel. Man findet dort nicht diese Heimat, welche dem innersten Licht der Seele entspricht. Nach einer gewissen Zeit, auch wenn viele Menschen in der Mentalebene sich dies schwer eingestehen, gehen die inneren Prozesse der Dualität weiter.

In den Himmel gelangt man nur als Erbe des Vaters. Die göttliche Geburt ist der einzige Weg.