Auf dem Weg des Vaters – 2

Über die Archonten zu meditieren bedeutet, grundsätzlich über das Leben der Menschen in allen existierenden Ausdrucksformen zu meditieren. Die große Schwierigkeit für die allermeisten Menschen hierbei ist, dass das, was sie als völlig natürlich und selbstverständlich als normales Leben meinen zu leben, in Wahrheit den Vorgaben der Archonten entspricht. Diese schrittweise Erkenntnis, dass es innerhalb des physischen Lebens überhaupt nichts gibt, was nicht von den Archonten vorgegeben und gelenkt wird, erfahren viele als tiefe Erschütterung.

Die Archonten sind diese Kräfte, welche die Menschen in den niederen Ebenen binden. Sie sind abhängig von den Menschen, da sie das Licht der Menschen für ihr Überleben brauchen. Jeder Archon hütet eine Gesetzmäßigkeit der niederen Ebenen. Es gibt positive und negative Archonten. Die positiven Archonten glauben an die Existenz der höheren Ebenen, wobei sie kein Wissen darüber besitzen. Die negativen Archonten möchten die Menschen unbedingt in den niederen Ebenen und in der Dunkelheit binden.

Kommen die Menschen in den Einfluss der Archonten, dies geschieht durch die Geburt im physischen Körper, dann befinden sie sich gleichsam in einem Gefängnis. Für den Menschen fühlt sich dieses Gefängnis als alltägliches Leben an. Sie identifizieren sich mit den Archonten und agieren im Sinne der Archonten. Dies betrifft alle Lebensbereiche und alle Lebensthemen der niederen Ebenen.

Wer den Weg des Vaters nicht geht, verbleibt im Kreislauf der niederen Ebenen. Die Identifizierung mit dem physischen, astralen oder mentalen Leben ist derart stark, dass die meisten Menschen taub in Bezug auf das höhere Wissen sind. Sie leben lieber das Leid und das Unheil und fügen sich der Gefangenschaft in der Dunkelheit der grobstofflichen Ebene. Wer innerhalb der physischen Ebene stirbt, muss sich mit all dieser Dunkelheit der Archonten konfrontieren, durch welche er während seines Lebens beeinflusst wurde. Dies geschieht nach physischer Zeitrechnung die 3 Tage nach dem Tod. Für den Verstorbenen selbst gibt es diese Bindungen an die Zeit nicht. Schließlich erhält dieser Mensch den sogenannten Becher des Vergessens und kommt mit einem neuen Körper wieder auf die Erde. Wiederum beginnt ein neuer Kreislauf in der Gefangenschaft der Archonten.

Deshalb ist es unerlässlich, den Einfluss der Archonten zu erkennen. Es braucht dafür eine jahrelange Ausdauer und viele Jahre der unermüdlichen Meditation, um die Substanzen der Archonten in sich selbst immer besser zu erkennen und sich in der Meditation davon zu befreien.

Anstelle der Substanzen der Archonten in der Seele beginnt man in den Meditationen, die Substanz der göttlichen Mutter in sich selbst zu bilden. Damit bereitet man die Seele vor, damit die göttliche Geburt geschehen kann. Die Befreiung von den Archonten geschieht durch das Wachsein.

Die Praxis auf dem Weg des Vaters – 2

Man darf nicht mit den Archonten meditieren, sondern über die Archonten. Diese Unterscheidung ist wesentlich. In sich selbst erkennt man diese Substanzen der Archonten, durch welche man an die Archonten gebunden ist und von Ihnen beeinflusst wird.

20 Archonten, die sich innerhalb der grobstofflichen Ebene über den Universalschlüssel, den Dualschlüssel und den Individualschlüssel ausdrücken, bilden die Persönlichkeit eines in der physischen Ebene inkarnierten Menschen in Verbindung mit seinem Körper. Um zu verstehen, warum die vorbereitenden Übungen wichtig sind, muss man wissen, dass die Elemente und Tierkreiszeichen die Grundlage bilden, damit man über die Archonten meditieren kann. Um über den 1. der 20 Archonten im Individualschlüssel zu meditieren, muss man das Element Erde imaginieren, welches als männliches Prinzip fungiert und das Element Feuer imaginieren, welches das weibliche Prinzip bildet. Beide Prinzipien gilt es miteinander zu vereinigen. Dadurch erhält man eine neue Substanz. Dies ist ein Schlüssel des Wachseins für den 1. der 20 Archonten.

Ein Schlüssel des Wachseins bildet sich über eine Substanz, durch welche es möglich ist, sich über das Wachsein vom jeweiligen Archon zu befreien. Um diese Substanz zu imaginieren, braucht es die vorbereitenden Meditationen. Nach der Erkenntnis des Wirkens und des Einflusses des Archon und der inneren Befreiung durch das Wachsein, muss man eine 4 polige Substanz imaginieren. Diese Substanz entsteht durch die gleichzeitige Aktivierung der 4 Grundeigenschaften Wille, Gefühl, Intellekt und Bewusstsein. Durch diese Konzentration entsteht eine neue Kraft. Diese Kraft ist ein Teil der Substanz der göttlichen Mutter, die man durch diese Meditation in der Seele erschafft. Wichtig ist, sich in dem Moment, wenn man diese Substanz in sich fühlt, sich seiner selbst bewusst zu sein. Wer sich seiner selbst bewusst ist, manifestiert diese Substanz, die er in diesem Moment fühlt oder denkt, in seiner Seele. Deshalb ist es wichtig, diese Formel des „ich bin ich“ nur in diesem Moment in sich zu imaginieren, wenn man die vierpolige Substanz der göttlichen Mutter in sich fühlt.

Wachsein ist eine Eigenschaft der höheren Luft und sich seiner selbst bewusst zu sein, ist eine Eigenschaft der höheren Erde. So wie es die niederen 4 Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde gibt, so gibt es die höheren Elemente mit unterschiedlichen Eigenschaften.

Es existiert für alle 20 Archonten in allen 3 Elementeschlüsseln, je ein Schlüssel des Wachseins. Bei den 360 Archonten der grobstofflichen Ebene sind es nicht die 4 Elemente, sondern die 12 Tierkreiszeichen, welche die Substanz der Schlüssel des Wachseins bilden. Der Schlüssel des Wachseins für den 181. Archon der 360 Archonten der grobstofflichen Ebene ist zum Beispiel, das Tierkreiszeichen Waage als weibliches Prinzip und das Tierkreiszeichen Widder in seiner expansiv-elektrischen Auswirkung als männliches Prinzip zu imaginieren und es anschließend miteinander zu vereinigen. Dadurch entsteht eine neue Substanz. Auch in Verbindung mit diesem Schlüssel des Wachseins gilt es, sich im Wachsein darüber zu heben, anschließend die vierpolige Substanz der göttlichen Mutter zu bilden und sich schließlich seiner selbst bewusst zu sein.

In dieser Weise gibt es die Schlüssel des Wachseins ebenso für alle 360 Archonten der Astralebene, der Archonten der großen Astralebene und der 5 großen Archonten. Auch gibt es die Schlüssel des Wachseins für die 12 mentalen Häuser (Aeonen) in der Mentalebene, und aller Mächte und Kräfte innerhalb der kosmischen Bewusstseinsebene.

Wer über alle diese Mächte und Kräfte meditiert hat, weiß um die Gesetzmäßigkeiten der Menschen und des Lebens der Menschen in den niederen Ebenen. Gleichzeitig hat er sich durch das Wachsein befreit und durch die Imagination der vierpoligen Substanz mit der gleichzeitigen Bewusstwerdung seiner selbst in sich den Boden für die göttliche Geburt bereitet.