Auf dem Weg des Vaters – 1

Die Schönheit des Weges ist unaussprechlichen. Jeder Schritt führt einen näher zum göttlichen Vater. Jeder Mensch trägt für sich selbst die Verantwortung und es braucht keinen Vermittler zwischen ihm und dem göttlichen Vater. Auf dem Weg des Vaters gibt es keine Priester, keine Mönche und keine Meister. Wer den Weg betritt, beschreitet einen ewigen Weg des Menschen. Das uralte Wissen vor der Sintflut beschreibt den Weg des Menschen, woher er kommt und wohin er als einer der Söhne Gottes geht.

Ich habe dieses Wissen in eine heutige Sprache übersetzt. Das ist mir nur deshalb möglich, weil ich selbst den Weg gehe. Wer das Wissen studiert, wird sehr viel für sich erreichen können. Als theoretisches Wissen ist der Weg des Vaters jedoch nicht gedacht. Man muss es in sich selbst verwirklichen, um es wirklich zu verstehen. Das größte Wissen wird einen nicht in den Himmel bringen, wenn man das Erbe des Vaters nicht angenommen hat. Wer jedoch nur das Notwendigste weiß und das Erbe angenommen hat, wird in den Himmel kommen. Der Weg eines jeden einzelnen ist, diesen unermesslichen Schatz aus fernster Vergangenheit zu heben und in die Gegenwart zu überführen.

Man darf den Weg nicht überstürzt beginnen. Alle Menschen haben eine religiöse oder spirituelle Vergangenheit und die Versuchung ist groß, einzelne Dinge wie zum Beispiel die Praxis der gewohnten Meditation in die Praxis der Meditation auf dem Weg des Vaters zu überführen. Im Grunde genommen gilt dies für alle seelisch-geistigen Beschäftigungen der persönlichen Vergangenheit. Natürlich gilt, dass diese Praxis, die dem alten Wissen entspricht und die einem wirklich gehört, einem Menschen bleibt und nicht verloren gehen kann. Auch wenn die Praxis auf dem Weg des Vaters heute völlig unbekannt ist, so gibt es doch immer wieder einzelne Menschen, die einen intuitiven Zugang zu einzelnen Aspekten gefunden haben. Manchmal geschieht es, dass Menschen eine Initiation in Verbindung mit einer einzelnen Kraft erfahren.

Die Meditationen und die innerhalb der Meditationen praktizierten Konzentrationen müssen sich schrittweise entwickeln. Die Bereitschaft der Seele im Sinne der Veränderung auf dem Weg des Vaters muss mit der Meditationspraxis einhergehen. Es braucht diese innere Harmonie zwischen der Praxis der Meditation und der Praxis der Selbsterkenntnis und Innenschau. Letztendlich ist ein Fortschritt auf dem Weg nur dann möglich, wenn beides gleichermaßen praktiziert wird.

Auf dem Weg des Vaters gibt es keine Rituale und keine ritualisierte Praxis der Meditation, die vorgegeben wird. Ob jemand in seinem Wohnzimmer, in der Natur oder wo auch immer meditiert ist nicht so wichtig. Normalerweise gehen die Menschen auf dem Weg einem alltäglichen Beruf nach.

Man muss auch wissen, dass alles das, was man als Wahrheit annimmt, nur eine vorläufige Wahrheit ist. Schon in der nächsten Meditation kann es geschehen und oftmals geschieht dies auch, dass sich die zuvor angenommene Wahrheit wieder verändert. Es ist ein dauernder Prozess der Entwicklung von Wahrheit zu Wahrheit. Wer seine gegenwärtige Wahrheit als absolute Wahrheit annimmt, stellt sich selbst außerhalb der Kraft der Entwicklung.

Mit der Zeit wird man bemerken, dass man sich verändert hat. Diese Veränderung im Sinne des göttlichen Vaters bewirkt in der Seele eine Vorbereitung für die göttliche Geburt. Dorthin führt der Weg des Vaters.

Die Praxis auf dem Weg des Vaters – 1

Alle Gesetzmäßigkeiten der grobstofflichen Ebene haben als Grundlage die 4 niederen Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde. Das Ursachenprinzip der 1. Ebene ist das 5. Element Akasha. Auch dieses Element entspricht den niederen Elementen. Die Elemente sind universale Prinzipien. Alle naturwissenschaftlichen Vorgänge haben als Ursache die 5 Elemente. Das auf der Erde bekannte Feuer, das Wasser in einem Fluss, die Luft in der Atmosphäre oder die Erde des Bodens sind Ausdrucksformen dieser Prinzipien. Physikalische Gesetze wie die Expansion oder die Hitze entsprechend dem Prinzip Feuer, der Elektromagnetismus dem Prinzip Erde oder die Gravitation dem Prinzip Wasser.

Die Praxis der Elemente ist deshalb so wesentlich, weil man über die Gesetzmäßigkeiten einen Zugang zu den Archonten bekommt. Die Elemente bilden in der grobstofflichen Ebene eine universale Struktur.

Die Schlüssel der Elemente beschreiben Gesetzmäßigkeiten, die sich über die Elemente unterschiedlich ausdrücken. Teil der Praxis sind der Universalschlüssel, der Dualschlüssel, der Individualschlüssel und der Schlüssel der grobstofflichen Ebene. Der Universalschlüssel erklärt die grundsätzlichen Eigenschaften der Elemente und die Analogien in Bezug auf den Körper, die Seele und den Geist (irreführender Geist). Der Wille entspricht dem Element Feuer, das Gefühl dem Element Wasser und der Intellekt dem Element Luft. Der Dualschlüssel erklärt das männliche und weibliche Prinzip über die Elemente. Das männliche Prinzip definiert sich über die Elemente Feuer und Erde und das weibliche Prinzip über die Elemente Wasser und Luft. Der Individualschlüssel erklärt sich über die 4 Elemente im Sinne des grobstofflichen Lebens. In ihm findet man die 4 Urqualitäten warm, trocken, kalt und feucht. Der Schlüssel der grobstofflichen Ebene birgt in sich die Bedeutung der Kundalini.

Die Praxis besteht darin, jedes der 4 niederen Elemente imaginieren und kontrolliert wahrnehmen und fühlen zu können. Ein weiterer Teil erklärt die Vierpoligkeit der Elemente.

Ebenso sind die Tierkreiszeichen ein wesentlicher Teil der Praxis auf dem Weg des Vaters. Grundsätzlich geht es jedoch nicht um Astrologie, wie sie heute verstanden wird. Es gibt viele heute unbekannte Bedeutungen der Tierkreiszeichen.

Der 1. Teil bildet die Basis für die weiteren Meditationen. Nur durch die Elemente und Tierkreiszeichen ist es möglich, die Struktur der niederen Ebenen nachvollziehbar zu beschreiben. Wer sie in den unterschiedlichen Kombinationen verbinden kann, erschafft gleichsam Tore in die unterschiedlichen Orte innerhalb der niederen Ebenen.

Das Element Akasha wird heute als das Ursachenprinzip erklärt. Es ist das einzige Element, welches in die 1. Ebene der höheren Ebenen hineinreicht, in die Ebene derer der Mitte. Die Funktion als Ursachenprinzip beschränkt sich auf die grobstoffliche Ebene. Das Element Akasha ist eine Erscheinung des Lichts der höheren Ebenen in der grobstofflichen Ebene.