Alle Religionen und viele esoterische Lehren führen in Richtung des Himmels. Gebete, Meditationen, Rituale und viele spirituelle Praktiken haben das Streben nach Befreiung und Erlösung zum Inhalt. Diese gemeinsame Annäherung innerhalb einer religiösen oder esoterischen Gemeinschaft kann für alle Menschen eine große Hilfe sein. Die Nächstenliebe im Christentum, das Mitgefühl und die Achtsamkeit im Buddhismus oder die dem I Ching zugrunde liegende Lebensweise im Taoismus bringen den Gläubigen, werden sie wirklich gelebt, näher zum Himmel. Nur, und das werden die allermeisten religiösen Menschen als Unvorstellbar abtun, keine der heutigen Religionen oder esoterischen Lehren lehrt den Menschen sich zu befreien, Erlösung zu erfahren und in den Himmel zu gelangen.

Niemand, kein Sohn Gottes, kein Buddha, kein Avatar und kein spiritueller Meister kann einen anderen Menschen befreien und erlösen. Jeder muss den Weg selbst gehen.

Es ist falsch, wenn mache Religionen lehren, dass der Mensch, glaubt er nur fest genug an einen Meister, Prophet oder Sohn Gottes, erlöst wird. Niemand wird erlöst, es sein denn, er erlöst sich selbst. Es gibt eine Gesetzmäßigkeit, dass nur der, der den Bewusstseinszustand des Himmels in sich schon verwirklicht hat, in den Himmel kommen kann.

Das Wissen um den Himmel ist verloren gegangen. Selbst in der Pistis Sophia, einer alten gnostischen Schrift, wurde die grundsätzliche Ordnung dieses Wissens dazu verwendet, eine Erlöserreligion zu erschaffen.

Wo ist der Himmel, was ist der Himmel und vor allem, wie komme ich dorthin?

Um eine grundsätzliche Vorstellung zu bekommen, wo der Himmel ist, hilft es am Beginn festzustellen, wo der Himmel nicht ist.

Grundsätzlich gibt es die niederen Ebenen und die höheren Ebenen. Ebenen sind Lebenswelten der Menschen. Die grobstoffliche Welt, dazu gehört das gesamte Universum, ist Teil einer Lebenswelt mit dem Namen Sphära. Innerhalb der Sphära existiert nicht nur die physische Welt, sondern ebenso alle dazugehörigen geistigen Unterebenen und Sphären. So unendlich das Universum oder der Kosmos, so unendlich sind die geistigen Räume und Gesetze der Sphära.

Die Naturwissenschaft  ebenso wie die hermetischen Wissenschaften, dazu gehören die Astrologie und die Alchemie, gehören der Sphära an. Auch der kabbalistische Lebensbaum und die Planetensphären sind Weisheiten von spirituellen Lehren, die man innerhalb der Sphära findet. Viele Millionen Menschen studieren diese Lehren und nähern sich auf diesem Weise dem Himmel.

Die nächste höhere Ebene nennt man Heimarmene oder, wie sie heute genannt wird, Astralebene. Diese Ebene wird auch das Jenseits bezeichnet. Es befindet sich nicht innerhalb des Universums, es existiert bildhaft ausgedrückt außerhalb des Universums und vor dem Urknall. Die Heimarmene ist die Ursachenwelt der Sphära.

Die Sphära definiert sich über die indirekte und die Heimarmene über die direkte Erfahrung der Seele.

Manche spirituelle Meister meinen, dass ein Bereiche der Astralebene, also des Jenseits, der Himmel ist. Nein, dort ist nicht der Himmel. Gleiches gilt auch für die nächste Ebene, die Ebene der 12 Aeonen oder, wie sie heute meistens genannt wird, Mentalebene.

In dieser Lebenswelt leben die spirituellen Meister, Propheten, Bodhisattwas, Yogis oder Avatare. Die Größe der Mentalebene ist unvorstellbar. Hier findet man auch die Orte der meisten Götter aller in der Vergangenheit und Gegenwart existierenden Religionen. Wer nun annimmt, dass hier der Himmel sein muss, nachdem hier zum Beispiel die großen Propheten leben, irrt sich.

Die 12 Aeonen definieren die Entwicklung der menschlichen Seele.

Innerhalb dieser Ebene findet man die Stufen der Entwicklung, die in vielen Religionen und esoterischen Lehren als höchste mögliche Entwicklungsstufen beschrieben werden. Das Paramatman ist zum Beispiel ein Zustand der Vollkommenheit der Seele innerhalb der Mentalebene. Dieser Zustand der Seele wurde in den alten gnostischen Schriften durch einen Archon mit dem Namen Jabraoth personifiziert. Man kann sich dies so vorstellen, dass dieser Mensch die Weisheit, Macht und Liebe des Raums der Mentalebene personifiziert. Paramatman ist die höchste Stufe Entwicklung der Mentalebene. Das Atman ist das den 12 Aeonen zugrunde liegende Bewusstsein. Der Kausalkörper definiert sich über die in den 12 Aeonen existierende Weisheit. Ein Avatar, wie er in den indischen Lehren als Verkörperung einer Gottheit beschrieben wird, ist eine Inkarnation im Zusammenhang mit den 12 Aeonen. Auch die Hexagramme des I Ching sind Gesetzmäßigkeiten innerhalb der Mentalebene.

Alle diese spirituelle Weg führen in die Mentalebene, jedoch nicht in den Himmel. Die Ebene der 12 Aeonen ist nicht die letzte der niederen Ebenen. Oberhalb davon gelangt man in die Ebene des 13. Aeons oder der sogenannten kosmischen Bewusstseinsebene. In dieser Ebene wird der Mensch zu einer personifizierten Gottheit der niederen Ebenen oder er versucht, in den Raum des 13. Aeons einzugehen. Meist wird gedacht, dass dies mit der Auflösung des individuellen Bewusstseins zusammenhängt.

Das 13. Aeon ist der Geburtsort der Seele. Dort existieren die 24 Urgesetze der Seele. Den Urvater der Seele nannte man den unsichtbaren Gott und die Kraft dieses unsichtbaren Gottes trug als personifizierte Wesenheit den Namen Barbele. Wer dorthin kommt, stößt an die Grenze der niederen Ebenen. Im 13. Aeon existiert ein Mysterien, um in die höheren Ebenen zu gelangen. Erst oberhalb des 13. Aeons findet man die unterste Ebene des Himmels, die sogenannte Ebene derer der Mitte.

Der Abstieg der Seele vom 13. Aeon in die Heimarmene und nachfolgend in die Sphära ist der sogenannte Sündenfall. Hierbei geht es um eine Gesetzmäßigkeit der Seele, die den Namen Pistis Sophia getragen hat.

Mit dieser kurzen Beschreibung möchte ich dir einen ersten Überblick verschaffen. Es ist sehr einfach und verlockend, an einen Himmel zu glauben, in den man durch ein positives und gutes Leben eintreten kann. So erschütternd die Antwort auch sein mag, so gilt, kein noch so positives Leben öffnet das Tor in die höheren Ebenen.

Der Unterschied zwischen den niederen und höheren Ebenen besteht darin, dass es sich um ein grundsätzlich anderes Bewusstsein handelt. Das Bewusstsein eines Menschen von der Sphära bis in das 13. Aeon entspricht der Dualität. Das gilt auch dann, wenn dieses Bewusstsein ein kosmisches Bewusstsein ist. Eine Auflösung oder Überwindung der Dualität verwirklicht sich nicht über eine Vergrößerung oder Vervollkommnung des Bewusstseins und auch nicht über das Bewusstsein selbst. Das Bewusstsein der höheren Ebenen hat als Voraussetzung die Vereinigung der Seele mit dem Geist der höheren Ebenen. Dieses Bewusstsein ist innerhalb der niederen Ebenen nicht verwirklichbar, so vollkommen und erleuchtet jemand auch ist.

Das Problem ist, dass die Menschen glauben, die Wahrheit zu besitzen.

Der Glaube, dass die eigene Religion oder esoterische Lehre zur Befreiung oder zur Erlösung führt, ist das größter Hindernis, in den Himmel zu gelangen. Dieser Glaube zementiert die Menschen innerhalb der Sphära, der Heimarmene, der 12 Aeonen oder des 13. Aeons. Durch den Glauben an eine Gottheit einer Religion, an einen spirituellen Meister, an die Erlösung durch einen Sohn Gottes oder eine Befreiung durch einen Buddha oder Bodhisattwa entsteht eine außerordentliche Bindung, die ein Weiterkommen auf dem Weg in den Himmel verhindert.

Es ist wichtig, die eigene Stufe der Entwicklung immer als Vorbereitung und Annäherung zu verstehen. Meint man, in einer Religion oder Lehre den Weg in den Himmel oder der Befreiung gefunden zu haben, dann begibt man sich nach dem Tod des physischen Körpers in die geistigen Unterebenen der Sphära, die Heimarmene, die 12 Aeonen oder in das 13. Aeon. Je stärker der Glaube an die Inhalte der Religion und desto höher die Einbindung in die Religion, desto größer ist die Bindung innerhalb der niederen Ebenen. Die Menschen gelangen nach dem physischen Tod in den Machtbereich der Religion, der Meister und der Götter. Sich mit einem Gott vereinigen zu wollen bedeutet, sich in den niederen Ebenen binden. Der Weg in die höheren Ebenen ist diesen Menschen verwehrt.

Man darf nicht zurückblicken und sich auf den Inhalten einer Religion ausruhen. Das bewirkt ein Verharren auf dem gegenwärtigen Zustand. Der Weg des Vaters ist ein schrittweiser Weg von Wahrheit zur nächsten höheren Wahrheit. Die momentane Wahrheit entpuppt sich schon nach kurzer Zeit als Halb- oder Teilwahrheit. Oft genug erkennt man, das die Inhalte der eigenen Überzeugung, der man lange Jahre als selbstverständlich angenommen hat, sich als falsch herausgestellt hat.

Versteht man die Religion oder esoterische Lehr als Annäherung, dann kann man den nächsten Schritt gehen. Dann ist auch eine Lösung und Befreiung von der alten Überzeugung, einer Gottheit oder einem spirituellen Meister gut möglich.

Wenn man selbstbewusst, stolz und überzeugt seinen religiösen oder esoterischen Glauben lebt, verhindert man einen tieferen Blick in die eigene Seele. Die große Schwierigkeit vieler gläubiger Menschen ist, dass sie ihrem Glauben immer mehr Kraft geben. Durch diese Glaubenskraft werden die Menschen immer fanatischer und gleichzeitig binden sie sich immer mehr an die niederen Ebenen.

Die Ebenen des Himmels, das sind die höheren Ebenen sind heute unbekannt. In keiner Religion oder esoterischen Lehre existieren die Gesetze des Himmels. Haben zum Beispiel Enoch oder Jesus einzelne Gesetzmäßigkeiten beschrieben, so wurden diese über die Jahrtausende und Jahrhunderte völlig verstellt und falsch verstanden.

Der Himmel ist den Menschen der heutigen Zeit gänzlich unbekannt.

Die erste Ebene des Himmels trägt den Namen Ebene derer der Mitte. Die Voraussetzung, um in den Himmel zu gelangen ist der Verwirklichung des Bewusstseins des Himmels. Dies geschieht durch ein Ereignis, welches in den alten Zeiten göttliche oder zweite Geburt genannt wurde. Was im Menschen geboren wird, ist das grundsätzliche Bewusstseins des Himmels. In der ersten Ebene durchlebt der Erbe des Vaters einen tiefen Prozess der Veränderung im Sinne des Himmels.

In der Ebene derer der Rechten existieren die Hüter des Lichts. Lebt ein Erbe des Vaters – ein Erbe des Vaters ist unabhängig vom Geschlecht ein Sohn Gottes – in der Ebene derer der Rechten, bereitet er sich auf die nächste Stufe der Entwicklung vor. Die Religionen nennen diesen Schritt Auferstehung. Das verwirklicht sich dann, wenn ein Erbe des Vaters sein niederes Ego überwindet.

Die Ebene des Lichts ist die nächste Ebene des Himmels. Dort existieren die Gesetze des Himmels. In den alten Schriften nannte man sie die 5 Bäume des Himmels, die 7 Stimmen, die 9 Wächter oder die 7 Amen.

Die höchste Ebene des Himmels ist die Ebene der Erben des Lichts. In dieser Lebenswelt leben die auferstandenen Erben des Vaters.

Die Gesetze der Ebenen des Himmels sind außerhalb der Art des Denkens, des Fühlens, des Wollens und des Bewusstseins der Menschen. Jeder muss lernen, das Licht des Himmels zu denken und zu fühlen.

Es gibt den Weg in den Himmels. Das ist es, was ich den Menschen lehre. Es ist jedoch keine Glaubenslehre und ich bin keine Meister oder Guru eines anderen Menschen. Der Weg in den Himmels ist eine Reise der Selbsterkenntnis, um im Innersten der Seele zu erkennen, dass der Weg der Erben des göttlichen Vaters dort beginnt, wo der Weg der Seele und des Geistes der Menschen endet.

Die Religionen oder esoterische Lehen führen die Menschen ein Stück auf dem Weg. Dann gilt es, nicht stehen zu bleiben und sich nicht mehr umzudrehen, sondern weiter zu gehen. Nur dann gelingt es, in den Himmel zu kommen.